/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Der Traummieter meines Herzens

Jörg Dechert über Epheser 5,18

Neulich haben mir Freunde erzählt, dass sie eine Ferienwohnung vermieten. Dabei haben sie schon die verschiedensten Menschen kennen gelernt. Darunter waren leider auch einige wenige, die die Wohnung vermüllt zurückgelassen haben. Für meine Freunde lautet daher eine wichtige Frage: Wem gebe ich da eigentlich Raum?

Wem – oder was - gebe ich Raum – das ist auch mit Blick auf mein Leben eine wichtige Frage. Haben Sie Ihr Leben schon einmal aus dieser Perspektive betrachtet? Wem oder was geben Sie Raum? In ihrem Leben? In Ihrem Herzen?

Der Apostel Paulus empfiehlt, diese Frage ernst zu nehmen. Er schreibt im Epheserbrief Kapitel  5 Vers 18:

Berauscht euch nicht mit Wein – das macht zügellos –, sondern lasst euch vom Geist erfüllen!

Wem oder was ihr Raum in eurem Leben gebt, so Paulus, dem gebt ihr auch Einfluss. Gebt nicht etwas Raum, nur weil es euch gute Gefühle macht – so wie übermäßig viel Wein. Denn wem oder was ihr Raum in eurem Herzen gebt, das wird sich über kurz oder lang auf euer Wesen auswirken, es vielleicht sogar zumüllen.

Paulus setzt dagegen: Gebt den Raum eures Herzens bewusst dem, von dem und für den ihr eigentlich geschaffen seid: Gott selbst, der mit seinem Heiligen Geist in euch wohnen möchte.

Ich glaube: Paulus Recht. Denn – um im Bild von Mieter und Vermieter zu sprechen: Gott wird die Wohnung meines Herzes nicht vermüllen, sondern auf eigene Rechnung reparieren und renovieren. Gott ist einfach der Traummieter meines Herzens.

 



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Kommentare

Von Ilona B. am .

Hallo Herr Dechert, vielen Dank für diese ermutigenden Worte zur richtigen Zeit. Nach dem enttäuschenden "Weihnachts-Kaffee trinken" (außer Deko war nichts von Weihnachten zu spüren. Aber gleich mal den Sekt rausgeholt. Und ich als Spielverderberin wollte keinen) unserer Hauseigentümergemeinschaft gestern hat mich dieser Impuls wieder auf die richtige Spur gebracht. Ja, ich bin anders. Gott sei Dank! Ein gesegnetes Neues Jahr!


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