/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Ein Grund zum Danken

Horst Kretschi über Kolosser 1,13-14

Bibelvers

Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines geliebten Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden.

Kolosser 1,13–14

"Wie sagt man da?" "Danke!" Das habe ich schon als kleines Kind gelernt: Wenn ich etwas geschenkt bekomme, dann soll ich mich bei dem Schenker bedanken und zwar am besten aus vollem Herzen und tiefster Überzeugung. Das ist mir mitunter nicht leicht gefallen. Je nachdem, was da so als Geschenk in meinen Händen gelandet ist. Als vor 30 Jahren die Mauer in Berlin und die gesamte Grenze gefallen sind, die Deutschland über Jahrzehnte getrennt haben, da haben doch viele Menschen verstanden, dass auch das ein Geschenk ist. Manche wussten auch, wem sie dafür zu danken hatten. Sie haben in Gottesdiensten Gott dafür gedankt, dass möglich wurde, was völlig unmöglich erschienen war. 

Von einem Geschenk und dem Dank an Gott schreibt auch der Apostel Paulus in seinem Brief an die Christen in der Stadt Kolossä. Sie sollen Gott danken und Paulus begründet das so: "Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines geliebten Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden." Die Barriere, die hier gefallen ist, ist eben nicht nur die Grenze zwischen zwei Staaten. Es ist viel mehr. Hier ist die Mauer der Schuld eingerissen worden, die zwischen Gott und den Menschen stand. Aus dem Reich der Finsternis hat Gott jeden Menschen befreit durch seinen Sohn Jesus. Weil Jesus diese Schuld auf sich genommen hat, hat er die Mauer der Trennung eingerissen und das für immer und für jeden. Und das ohne Gegenleistung. Wenn das nicht ein grandioses Geschenk ist. Wirklich ein Grund "Danke" zu sagen.

 


Ihr Kommentar

Die E-Mail wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.