/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Aufblenden

Markus Baum zu Matthäus 5,15

Bibelvers

Man zündet nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.

Matthäus 5,15

Ja, was denn nun. Kann man sich fragen, wenn man in der Bergpredigt, einem der berühmtesten Teile der Bibel, den Satz liest: "Ihr seid das Licht der Welt… Man zündet nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind." Hat Jesus nicht in einem anderen Zusammenhang gesagt: "Ich bin das Licht der Welt" - ? Das ist ja noch nachvollziehbar. Der Sohn Gottes, der Messias, der hat das Zeug dazu, die Welt zu erleuchten. Aber ich doch nicht - ich war noch nie eine Leuchte. "Ihr seid das Licht der Welt" - ein Versehen also? 

Richtig ist auf jeden Fall: Im Leben vieler Menschen sieht es in der Tat ziemlich düster aus. Da sind lichte Momente selten. Viele Menschen gieren nach Orientierung, manche klammern sich an jeden Hoffnungsschimmer. Da kann auch ein kleines Licht viel ausrichten. Wenn es denn tatsächlich leuchtet, wenn es nicht abgeblendet und abgeschirmt gegen den Rest der Welt ist wie eine Signallaterne im Bereitschaftszustand.

„Ihr seid das Licht der Welt“. Der Brennstoff, der Strom, der die LED zum Leuchten anregt - das alles fließt gläubigen Menschen von Gott zu. Sie müssen sich nicht selbst verzehren wie eine Kerze.  Ein paar Sätze später erklärt Jesus auch, warum seine Anhängerinnen und Anhänger erkennbar sein sollen. Ich zitiere: "Lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen." Güte und menschenfreundliches Verhalten. Das leuchtet ein. Das strahlt unübersehbar. Das macht Menschen auf Gott aufmerksam. Da wird es hell.

 


Reaktion an den Autor ist über das Kontaktformular möglich.