/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Gescheiterte Träume

Steffen Brack über Prediger 5,6

Bibelvers

Wo Träume sich mehren und Nichtigkeiten und viele Worte, da fürchte Gott!

Prediger 5,6

Der Traum vom Strom aus der Wüste ist ausgeträumt. So berichtete eine große Tageszeitung im Oktober 2014. Fünf Jahre zuvor löste die Idee noch einen wahren Freudentaumel aus. Besonders bei den Managern zahlreicher Konzerne. Aus der enormen Sonneneinstrahlung in der Sahara wollten sie Strom gewinnen. Aber von den großartigen Plänen konnte letztlich nur wenig verwirklicht werden. Das Projekt war gescheitert.

Vor fast 3000 Jahren schrieb Salomo, König in Israel: „Träume gibt es in Hülle und Fülle. Genau wie das Streben nach Vergänglichem. Und immer mehr Worte werden gemacht. Du aber fürchte Gott.“ So in der Bibel, im Buch des Predigers. Viele träumen von Erfolg und Glück. Und das finde ich auch gut. Was mich aber stört: so mancher Erfolgscoach gibt die Devise aus: Du kannst jeden Traum verwirklichen. Du musst nur all Deine Kraft dafür einsetzen. Aber das ist nicht wahr. Außerdem übersehen wir Menschen dabei gerne: vieles hat keinen dauerhaften Bestand: ein Auto, ein Haus, ein Garten oder sogar eine Beziehung. All das ist nicht schlecht. Aber vergänglich.

Deshalb spricht Salomo: Wichtiger als deine Träume ist, dass Du auf Gott hörst. Zu ihm gehörst und dein Leben darauf ausrichtest, was er will. Wer das beherzigt, hat das allerbeste ergriffen, was es im Universum gibt: in einer ganz persönlichen Beziehung mit Gott leben. Das bleibt für immer.


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