/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Seenot

Wolf-Dieter Kretschmer über 2. Thessalonicher 2,16-17

Bibelvers

Unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns einen ewigen Trost gegeben hat und eine gute Hoffnung durch Gnade, der tröste eure Herzen und stärke euch in allem guten Werk und Wort.

2. Thessalonicher 2,16–17

Vor einigen Tagen haben meine Frau und ich einen Film über Walfänger im 19. Jahrhundert gesehen. Erzählt wurde die wahre Geschichte von Seeleuten, deren Schiff – die Essex – von einem riesigen Pottwal gerammt worden war. Das Holzschiff sank und die Überlebenden versuchten mitten im Pazifik auf kleinen Beibooten zu überleben. – Diese Geschichte hat übrigens Herman Melville inspiriert, den Roman Moby Dick zu schreiben.

Ich werde nicht vergessen, in welch trostloser und hoffnungsloser Situation diese Männer sich befunden haben, tausende Seemeilen entfernt von der südamerikanischen Küste. Mitten auf hoher See sind sie beinahe verhungert und verdurstet.  Schrecklich!

Darf ich Ihnen eine Frage stellen? Haben Sie sich schon einmal in einer hoffnungslosen Lage befunden? Ich meine eine richtig trostlose, ausweglose Situation? 

Dem Apostel Paulus ist das mehrfach passiert. Trotzdem ist er in der Lage gewesen, folgende Worte an die Christen in Thessalonich zu schreiben: 

 „Unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns einen ewigen Trost gegeben hat und eine gute Hoffnung durch Gnade, der tröste eure Herzen und stärke euch in allem guten Werk und Wort“, (2. Thessalonicher 2,16–17).

Der Apostel Paulus schreibt von Trost und einer festen Zuversicht. Diese Hoffnung ist nicht abhängig von irgendwelchen Meeresströmungen, wie damals bei den verzweifelten Seeleuten. Mein und ihr Trost und unsere Hoffnung gründen auf der liebevollen Zuwendung Gottes durch Jesus Christus. Er stärkt uns. Er gibt Kraft und Mut für heute.


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