/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Seine Früchte reichen jeden Tag

Dariush Ghobad über 3. Mose 25, 17

Bibelvers

Es übervorteile keiner seinen Nächsten, sondern fürchte dich vor deinem Gott.

3. Mose 25,17

Wenn ich mich mit dem Bibeltext in 3. Mose 25, 17 beschäftige, dann erschrecke ich zunächst. Liest es sich doch wie eine deutliche Warnung: „Es übervorteile keiner seinen Nächsten, sondern fürchte dich vor deinem Gott.“ Allein für sich genommen steht hier also geschrieben, dass die Israeliten aber auch wir uns ehrbar gegenüber unseren Mitmenschen verhalten sollen. Derjenige, der das nicht tut, sollte sich vor Gott lieber in Acht nehmen.

Aber Gott ermahnt nicht nur, er verbindet seinen Willen ja auch mit einem Versprechen. Dies findet man nur wenige Zeilen später in 3. Mose 25, 19: „Denn das Land soll euch seine Früchte geben, damit ihr genug zu essen habt und sicher darin wohnt.“

Jetzt erschließt sich mir ein besseres Bild. Gott, unser Vater im Himmel, versorgt mich. Er schenkt mir Nahrung und Sicherheit, gibt mir auf Erden alles, was ich benötige. Wenn ich also so reich beschenkt bin, dann sollte ich genau überlegen, ob ich es dann noch nötig habe, einen Mitmenschen zu übervorteilen. Wofür den Nutzen aus der Täuschung eines anderen ziehen, wenn ich alles habe, was ich zum Leben brauche? Das leuchtet mir nicht ein.

Ich kann gut verstehen, dass diejenigen die dennoch gegen Gottes Gebot verstoßen, seinen Zorn fürchten sollen. Wer genug hat, braucht nicht noch mehr. Wer ohne Not dem Nächsten einen Nachteil zufügt, der sollte sich vor Gott fürchten.

Ich hingegen, bin dankbar für das, was Gott mir schenkt. Seine Früchte reichen jeden Tag, sein Land schenkt mir in diesen Tagen ein Blütenmeer und kitzelndes Gras. Ein schöner Ort, den ich mit meinem Nächsten oder meinen Liebsten gerne teile.


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