/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Wider die Hoffnungslosigkeit

Ulrike Schild über Römer 15,13

Bibelvers

Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.

Römer 15,13

Römer 15,13

Mein Nachbar hofft auf baldige Gesundheit und darauf, dass er mal im Lotto gewinnt.....und zwar einen riesen Batzen Geld. Das würde sein Leben paradiesisch machen. So hat er es mit erzählt. Andere Menschen, denen ich begegne, hoffen auf gar nichts mehr. Sie fühlen sich nur noch eingespannt in den Funktionsprozess der modernen Daseinsmaschinerie. Gehetzt vom Fließband der Arbeitswoche, überflutet von Reizen und Eindrücken, erschöpft vom Konkurrenzkampf sitzen sie abends vor der Flimmerkiste. 

So mancher formuliert aber auch, dass sein Inneres sich nach mehr sehnt, nach Glück und echter Freude und nach Sinn im Leben. Hoffnung heißt für mich persönlich, ich hab ne Perspektive. Ich hab ne Richtung in die ich blicken kann. Oskar Wilde hat mal diesen starken Satz formuliert: „Wir alle schreiten durch die Gassen, aber nur wenige blicken zum Himmel auf.“ Es ist atemberaubend festzustellen, dass der Himmel sich über uns weiten und öffnen kann und uns von dort Worte entgegen kommen gegen die Angst, gegen die Unströstlichkeit, gegen das Verstummen, gegen die Hoffnungslosigkeit. Wie sehr bin ich auf Zeichen der Hoffnung angewiesen, auf die Lichtquelle in dunkler Nacht,  die mir hilft auszuhalten und durchzuhalten. Das ist keine Hoffnung in den blauen Dunst hinein, sondern Hilfe von einem echten Gegenüber, von Gott höchstpersönlich. Er sieht und kennt mein Leben und lässt mich damit nicht allein.Im Römerbrief heißt es: Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben (Römer 15,13). Diese Hoffnung übertrifft alles. Das ist kein Aprilscherz, das ist die Wahrheit.  


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