/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Mein Haus, mein Geld, ...

Wolf-Dieter Kretschmer über Prediger 5,9

Bibelvers

Wer Geld liebt, wird vom Geld niemals satt, und wer Reichtum liebt, wird keinen Nutzen davon haben.

Prediger 5,9

Erinnern Sie sich an die reichste Ente der Welt? Ja, Sie haben richtig gehört: Ob Sie sich an das reichste quakende Federvieh der Welt erinnern, habe ich Sie gefragt. Von ihr ist folgender Satz überliefert worden: „Gestatten Sie, dass ich mich vorstelle! Ich bin Dagobert Duck, Großbankier, Großindustrieller, Großhändler. Kurz, bei mir können Sie alles kaufen.“ Ich rede natürlich von Donald Ducks Onkel Dagobert, einer amerikanischen Comicfigur, die für ihren sagenhaften Reichtum und ausgeprägten Geiz berühmt geworden ist.

Geld scheffeln, das ist der Lebensinhalt von Dagobert Duck. Hätte er doch bloß in der Bibel gelesen, denke ich mir. Zum Beispiel im Buch Prediger. Da wäre er über folgenden Satz gestolpert:

„Wer Geld liebt, wird vom Geld niemals satt, und wer Reichtum liebt, wird keinen Nutzen davon haben“, (Prediger 5,9).

Spaß bei Seite. Als Erfinder des geldgierigen »Onkel Dagoberts« hat der amerikanische Zeichner Carl Barks sich etwas gedacht. Er hat den Finger in eine offene Wunde gelegt und mit Humor ein ernstes Problem angesprochen: Geld und Reichtum um seiner selbst willen lieben, ist unsinnig. Das sieht der der Schreiber des Buchs Prediger genauso – und der muss es wissen. Immerhin war er nach damaligen und heutigen Standard ein Superreicher.

Gott weist in der Bibel einen anderen Weg. Richtig verstanden können Geld und Reichtum segensreich für andere eingesetzt werden. Und zwar dann, wenn ich mein Vermögen als ein Geschenk Gottes ansehe, mit dem ich verantwortungsbewusst haushalte. 


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