/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Guter Rat ist teuer

Stefann Loß über 5. Mose 13,7.9

Bibelvers

Wenn dich dein Bruder oder dein Sohn oder deine Tochter oder deine Frau in deinen Armen oder dein Freund, der dir so lieb ist wie dein Leben, heimlich überreden würde und sagen: Lass uns hingehen und andern Göttern dienen, so willige nicht ein.

5. Mose 13,7.9

„Guter Rat ist teuer.“ Das haben unsere Vorfahren gelernt und eine sogenannte Volksweisheit daraus gemacht. „Guter Rat ist teuer“ dahinter stecken sicher entsprechende Erfahrungen mit Ratschlägen, die nicht gut waren. Wen fragen Sie um Rat? Wer hilft Ihnen weiter, wenn sie mal in einer Sackgasse stecken und jemanden brauchen, der Ihnen den richtigen Tipp gibt? In der Bibel lesen wir viele Warnungen vor falschen Ratschlägen oder vor „Verführungen“, wie das im Buch der Bücher so treffend heißt. Damals hatten Mose und sein Bruder Aaron viel damit zu tun, das Volk Israel auf dem richtigen Weg zu halten. Immer wieder sind die Israeliten falschen Göttern und Götzen auf den Leim gegangen. Das „Goldene Kalb“, das sie sich selbst gebastelt haben, ist nur eines von vielen Beispielen. Und was hat mir das heute zu sagen? Was für ein Problem haben wir denn mit falschen Göttern und Götzen und mit leeren Versprechungen? Wenn Sie ab und zu fernsehen, kennen sie Sprüche wie diese: „Vertrauen ist der Anfang von allem.“ „Wir sind da.“ Oder „In guten Händen.“ Eine Großbank, ein Automobilclub und eine Hotelkette versprechen uns mit solchen Slogans geradezu das Blaue vom Himmel. Da ist auf jeden Fall Vorsicht geboten. Zu schnell verwandeln sich solche Versprechen in Schall und Rauch. Die Bibel ermahnt uns, kritisch zu bleiben, genau hin zu hören. Und auch dann nachzufragen, wenn gute Freunde uns gute Ratschläge mit auf den Weg geben. Von Mose stammt die Warnung: „Wenn dich dein Freund, der dir so lieb ist wie dein Leben, heimlich überreden würde und sagen: Lass uns hingehen und anderen Göttern dienen, so willige nicht ein.“ Also: Obacht! Auch, wenn Ratschläge durchaus gut gemeint sind: Nachdenken und Entscheiden müssen Sie immer noch selbst. Gott sei Dank!


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