/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Nie mehr allein

Markus Baum zu 1. Mose 2,18

Bibelvers

Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei.

1. Mose 2,18

Simeon nahm das Kind Jesus auf seine Arme und lobte Gott und sprach: Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen.

Lukas 2,28–30

"Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei."  Hat Gott sich gedacht, hat er auch so gesagt. Und zwar wann und in welchem Zusammenhang? Direkt nach der Erschaffung des ersten Menschen. Muss also schon etwas länger her sein.

So wird es berichtet auf den ersten Seiten der Bibel, im 1. Buch Mose. Wobei sich interessanter Weise niemand fragt oder wundert, wer da eigentlich Protokoll geführt hat. Der erste Mensch kann es nicht gewesen sein – Adam war ja gerade erst erschaffen worden, konnte vermutlich noch nicht lesen und schreiben. Musste das alles erst lernen. Und Gedächtnistraining war auch noch kein blühender Geschäftszweig. Woher also können wir wissen, was sich Gott bei der Sache gedacht hat? Ganz einfach: Er hat es uns mitgeteilt. Hat sich offenbart. Gott lässt sich in die Karten schauen, vertraut seinen Geschöpfen – jedenfalls ausgewählten Exemplaren davon – an, was ihn bewegt, manchmal auch, was er vorhat. Und sorgt dafür, dass die Botschaft auch verstanden wird und erhalten bleibt. Und sei es in geschriebener und gedruckter Form zwischen zwei Buchdeckeln.

"Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei." Das ist so ein guter Gedanke Gottes. Doppelt gut und doppelt hilfreich, denn diesem Gedanken verdanken wir zum einen, dass es Menschen in zweierlei Ausführung gibt – Männlein und Weiblein. Dass Gott dafür gesorgt hat, ist ein starkes Indiz dafür, dass Gott uns Menschen auch nicht allein lässt. Er kümmert sich auch selbst. Lässt uns nie allein. Von Anfang an nicht. Weihnachten ist ein weiterer starker Beweis dafür.


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