/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Wer zuletzt lacht…

Wolf-Dieter Kretschmer 1. Mose 15,6

Bibelvers

Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.

1. Mose 15,6

Wie ist das, wenn Gottes Verheißungen und die Realität nicht zusammenpassen? Ignoriere ich die Realität? Das könnte schlimme Folgen haben. Ich könnte mir schmerzhafte Blessuren holen oder, vielleicht schlimmer noch, nicht mehr veränderbare Konsequenzen erleiden.

Auf der anderen Seite bin ich versucht, mir die Verheißungen Gottes passend zu reden. Aber das kann es doch auch nicht sein. Was wäre das für ein Glaube, wenn ich ihn mir zurecht biegen müsste! An einem solchen Glauben habe ich kein Interesse.

Abram ist gehorsam gewesen. Er ist dem Ruf Gottes gefolgt, hat sich aus seiner Heimat aufgemacht und ist Gottes Weisung folgend in eine fremde Welt gezogen. Abram hat Gott vertraut und ist darüber alt geworden. Und jetzt, im fortgeschrittenen Alter von über achtzig Jahren kann Abram auf ein erfülltes und reiches Leben zurückschauen. Dieses Leben hat nur einen Makel: Gottes Verheißung eines Sohnes lässt auf sich warten.

Aber selbst in diesem Lebensabschnitt sichert Gott ihm zu, dass er einen Erben haben wird. In der Bibel heißt es: „Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit“, 1. Mose 15,6.

Abram hat die Spannung ausgehalten zwischen Realität und Zusage Gottes. Und das hat sich gelohnt.  Er und Sara dürfen Jahre später dankbar und voller Freude ihren eigenen Sohn Isaak in den Händen halten.

Der Name Isaak bedeutet übrigens »er lacht« oder auch »Gott hat gelacht«. Für Abram ist aus dem Glauben Realität geworden. Ein Grund zur Freude, ein Grund zum Lachen. Für Abram, Sara und für Gott.


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