/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Segensspuren

Wolf-Dieter Kretschmer über 1. Mose 12,2

Bibelvers

Der HERR sprach zu Abram: Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein.

1. Mose 12,2

„Der HERR sprach zu Abram: Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein“, 1. Mose 12,2.

Mit diesem Satz beginnt die Segensgeschichte eines altorientalischen Patriarchen und die Geschichte des Volks Israel.

Wenn Gott davon spricht, dass er Abram segnen will, heißt das: Gott wendet sich ihm ganz persönlich zu. Eine Beziehung entsteht, die sich über viele Jahrzehnte hinweg vertieft. Abram wird von Gott aus seinem vertrauten Umfeld herausgeführt in ein Land, das ihm fremd ist. Er muss sich auf Neues einlassen. Gott will das so haben. Besonders wichtig für Abram und seine Frau Sara: Gott verspricht ihnen einen Sohn.

Aber Gott will auch, dass Abram zum Segen für andere wird. „…du sollst ein Segen sein“ bedeutet, dass der Kontakt zu Abram für die Menschen seiner Zeit vorteilhaft ist. Mehr noch, durch Abram sollen später einmal alle Völker Gottes Segen erfahren.

Indem Abram sich auf Gottes Führung einlässt, entsteht langfristig Gutes. Selbst wir profitieren heute von diesem Segen Gottes.

Ich sehe eine Parallele zu meinem Leben. In Jesus Christus wendet Gott sich mir zu. Ich darf teilhaben an seinem Segen, kann mit dem Wohlwollen Gottes für mein Leben rechnen. Damit ich diesen Segen erleben kann, ist es aber notwendig, dass ich mich auf Jesus Christus einlasse. Ich muss nach seinem Willen fragen und mich danach richten.

Wie dichtete Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf so treffend: „Jesu, geh voran auf der Lebensbahn! Und wir wollen nicht verweilen, dir getreulich nachzueilen; führ uns an der Hand bis ins Vaterland.“


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