/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Heilig ohne Schein

Andreas Odrich über Römer 3,3-4

Bibelvers

Wenn einige untreu wurden, hebt dann ihre Untreue Gottes Treue auf? Das sei ferne! Es bleibe vielmehr so: Gott ist wahrhaftig.

Römer 3,3–4

Christen - eine scheinheilige Truppe. Erst Mist bauen und sich dann alles von Gott vergeben lassen. Ein verführerischer Gedanke: Gott vergibt uns alle unsere Schuld, weil Jesus sie auf sich geladen hat. Na, dann, freie Fahrt, hoppla, jetzt komm ich und zwar ohne Rücksicht auf Verluste.

Könnte man meinen. Ausgerechnet dem Apostel Paulus unterstellen einige seiner Zeitgenossen diese Haltung. Und zwar deshalb, weil er die Gnade Gottes preist. Aber vielleicht sind diese Zeitgenossen einfach bitter enttäuscht von Menschen, die sich zu Gottes Volk zu seinen Nachfolgern zählen.

Doch an Gott liegt es nicht, schreibt Paulus im Römerbrief. Und deshalb verteidigt er Gott. Und Paulus fragt: "Wenn einige untreu wurden, hebt dann ihre Untreue Gottes Treue auf? Das sei ferne. Es ist vielmehr so: Gott ist wahrhaftig."

Und dann ruft Paulus wiederum die Christen in die Verantwortung. Gerade weil Gottes Gnade so groß ist, gilt es Gottes Gesetze und Gebote zu achten.

Glaube richtig betrachtet, macht also alles andere als scheinheilig. Vielmehr bin ich als Glaubender herausgefordert, Gott die Ehre zu geben, und integer und aufrichtig zu leben. Denn nur so kann ich ein würdiger Botschafter sein von Gottes Gnade, die ich selbst reichlich und vor allem unverdientermaßen empfangen habe.


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