/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Eine Lichtquelle für andere Menschen

Ulrike Schild über Epheser 5,8

Es ist Oktober. Die Tage werden kürzer. Wenn ich morgens aufstehe ist es noch rabenschwarz draußen. Puh, da mag man gar nicht aufstehen – zumindest fällt es mir schwerer als im Sommer. Wir gehen drauf zu, auf die dunkle Jahreszeit. Da müssen wir dann wieder künstliche Lichtquellen anmachen. Von einer ganz anderen Lichtquelle spricht der Apostel Paulus in NT. „Lebt als Kinder des Lichts“, so schreibt er im Epheserbrief. Er ermuntert die Christen, eine Lichtquelle für andere Menschen zu sein. Was heißt das für mich? Zum Beispiel da zu sein für Menschen, die im Leben orientierungslos geworden sind, die den nächsten Schritt vielleicht nicht mehr sehen, die nicht weiter wissen, die Hilfe brauchen. Licht sein bedeutet auch, Wärme ausstrahlen. Die Welt ist kalt geworden, bedrohlich. Da braucht es warmherzige Menschen mit Strahlkraft. Mir ist klar: Diese Strahlkraft habe ich nicht aus mir selber, sondern, wie der Mond sein Licht von der Sonne bekommt und leuchtet, so bekomme ich das Licht von dem, der gesagt hat: „Ich bin das Licht der Welt.“ Jesus Christus, der Sohn Gottes, macht mein eigenes Leben hell, dunkle Schatten der Vergangenheit und der Gegenwart – haben in seinem Licht keine Chance. Und das ist mehr als befreiend. Und genau das möchte ich an andere Menschen weiter geben.

Licht zu sein in dieser Welt bedeutet, einen Blick zu haben für Menschen, die in der Dunkelheit leben. Ein Hoffnungslicht zu sein. Ein Orientierungslicht. Wie jene Mutter, die jeden Abend ein Licht ins Fenster stellte, damit ihr Sohn wusste, dass er daheim herzlich willkommen ist.

So ein Mensch darf ich sein. 


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