/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Zugehört und getröstet

Wolf-Dieter Kretschmer über Psalm 118,5

Bibelvers

In der Angst rief ich den HERRN an; und der HERR erhörte mich und tröstete mich.

Psalm 118,5

Haben Sie schon einmal so richtig Angst gehabt? Ich meine nicht nur einen „heiligen Schrecken“, weil etwas Unerwartetes passiert ist. Nein, ich meine richtig tiefsitzende Angst, in der Sie das Gefühl der völligen Hilflosigkeit erlebt haben.

Wie gut ist es, wenn ich in solchen Momenten nicht alleine bin. Wenn jemand da ist, der nach mir schaut. Ich schätze es sehr, wenn ich in solchen Momenten mit einem anderen Christen die Hände falten und im Gebet vor Gott treten kann; meinem Vater im Himmel – so erlebe ich Gott – mein Herz ausschütten und Trost bei ihm suchen.

So ähnlich ist es dem Psalmbeter ergangen. In Psalm 118, Vers 5 heißt es:

„In der Angst rief ich den HERRN an; und der HERR erhörte mich und tröstete mich.“

Ich erlebe es als ein Privileg, mich in der Not an den allmächtigen Gott wenden zu dürfen. Deshalb finde ich es eine gute Idee, wenn die Gefahr vorbei und die Angst gewichen ist, nicht einfach so zur Tagesordnung über zu gehen. Der Psalmbeter widmet den ganzen Psalm 118 dem Dank an Gott für dessen Hilfe in schwerer Zeit. In gleicher Weise kann ich vor meinen Mitmenschen bezeugen, wie wunderbar Gott mich erhört und getröstet hat.

So wird mein Dank an Gott zum Trost und Ansporn für andere.


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