/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Neue Kleider machen neue Leute

Ulrike Schild über Epheser 4,23

Bibelvers

Erneuert euch in eurem Geist und Sinn.

Epheser 4,23

Meine Klamotten passen mir nicht mehr – erzählte mir kürzlich eine Bekannte mit versteinerter Miene. Sie hatte zugenommen.....und das nicht zu knapp. Ich muss gestehen, ich kenne dieses Gefühl auch sehr gut, dass mir Klamotten nicht mehr passen – leider. In zu engen Kleidern fühle ich mich dann natürlich höchst unwohl. Warum erzähle ich das? Nun, weil der Apostel Paulus genau dieses Bild verwendet, um zu beschreiben, was passiert, wenn Menschen im Glauben erwachsen werden: Sie ziehen etwas aus, das nicht mehr passt, und legen etwas Neues an, was besser sitzt. Im Epheserbrief schreibt Paulus: „Ihr wurdet gelehrt, euch in eurem Geist und in eurem Denken erneuern zu lassen und den neuen Menschen anzuziehen, der nach Gottes Bild erschaffen ist.“ Vielleicht liegt Ihnen wie mir ganz spontan ein „Ja...aber“ auf der Zunge. Ja, aber ...da ist so wenig „neu“ geworden im meinem Leben. Da gibt es immer noch Ungeduld, Lieblosigkeit, Unzufriedenheit, Habgier. Da entsteht immer noch Schuld zwischen mir und anderen.

Nun will ich hier auf keinen Fall nur schwarzmalen. Ich komme noch mal auf die Klamotten zu sprechen: neue Kleider schaffen Lebensfreude. Wer etwas Neues, Schönes, Modernes und Passendes zum Anziehen hat, fühlt sich einfach gut. Und: Wer etwas Neues zum Anziehen hat, lässt gern das Alte im Schrank hängen. Und das ist doch die Erfahrung, die ich als Christin auch mache: Dass ich an manchen Stellen eben nicht mehr in alte Verhaltensweisen verfalle....sondern Neuland betreten habe – durch Jesus Christus. Dass er an mir schon gearbeitet hat.

Wenn ich persönlich Spuren von Barmherzigkeit und Liebe in meinem Leben entdecke, dann hat das mit großer Freude zu tun. Wenn ich anderen vergeben kann, dann bin ich selbst verwundert, dass das möglich ist, eben weil es Jesus in mir bewirkt hat. Weil ich das neue, passende Kleid an habe durch ihn. Wer etwas Neues zum Anziehen hat, lässt gern das Alte im Schrank hängen.

Auf „das Neue“ gilt es sich zu konzentrieren.


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