/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Elvira lieben

Elvira lieben

Den neuen Animationsfilm „Ferdinand“ habe ich mittlerweile schon 3 Mal mit meinen Kinder geguckt. Sie lieeeben diesen Film und auch ich sehe ihn tatsächlich immer wieder gerne. Es geht um einen Spanischen Kampfstier, der anders ist als alle anderen Kampstiere vor ihm. Alle trainieren für die große Arena, er gießt Blumen. Alle rammen sich gegenseitig im Trainingskampf die Hörner in die Rippen – er rettet einem kleinen Kaninchen das Leben.

Ferdinand ist anders. Er will nicht kämpfen, er will nicht verletzen und er will jeden und alles so annehmen wie er oder es ist. Er will lieben, denn das tut ihm gut. Sogar diese hässliche, nervige Beruhigungsziege Elvira. Die kennt sowas wie „Liebe“ gar nicht. Hat überhaupt noch nie davon gehört.

Und jetzt komme ich mit dem Brief von Paulus an die Epheser um die Ecke. Da schreibt der Apostel: „Führt euer Leben in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt und sich für uns hingegeben hat.“ Ich soll mein Leben in der liebe führen und zwar so, wie es Jesus gemacht hat. Das ist Sinn und Zweck meines Lebens: Die Menschen um mich herum lieben.

Heißt jetzt nicht, ich soll mit einem angetackerten Lächeln durch die Gegend rennen. Heißt auch nicht, ich soll alles in Liebe unter den Teppich kehren. Lieben, heißt auch ehrlich sein. Liebe heißt den Wert eines jeden Einzelnen erkennen. Und wo mir die Liebe fehlt, darf ich mit Jesu Hilfe lernen zu lieben. Nur Liebe hat die Macht, jeden Menschen zu erreichen – und jede Beruhigungsziege.

Am Ende bringt es Elvira auf den Punkt. In den Armen eines liebenden Mädchens fragt sie: „Ist das Liebe? Ich liebe die Liebe.“


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