/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Vergiss das Gute nicht

Hans Wagner über Josua 24,16

Bibelvers

Das sei ferne von uns, dass wir den HERRN verlassen!

Josua 24,16

Vor ein paar Tagen haben wir die Patentante meiner Frau besucht. Es gab auch einen gewichtigen Anlass, denn: Onkel Kurt und Tante Irmgard feierten ihren 65. Hochzeitstag. Ja, Sie haben richtig gehört: den 65. Sie sind ja inzwischen auch schon so um die 90. Natürlich ist alles nicht mehr so wie früher. Mittlerweile ist man auf den Rollstuhl angewiesen und natürlich auf Menschen. Vieles im normalen Alltag ist allein nicht mehr zu schaffen. Das fängt schon morgens mit dem Aufstehen an. Aber wenn es dann mal wieder sehr mühsam ist, dann sind da 65 Jahre, auf die man miteinander zurückschauen kann. 1953. Was hat man seitdem nicht alles miteinander erlebt.

Ein solcher Blick zurück kann eine große Hilfe sein – vor allem, wenn man vor wichtigen Entscheidungen steht. Wenn Sie mal ein typisches Beispiel dafür lesen wollen, dann schlagen Sie im Alten Testament den Schluss des Buches Josua auf. Da ergeht die Frage an das Volk Israel: Auf wen wollt ihr euch verlassen? Wollt ihr mit dem Gott weiterleben, der schon eure Vorfahren begleitet und dabei seine Macht gezeigt hat? Josua führt dem ganzen Volk noch einmal deutlich vor Augen, was Gott bereits alles für sie getan hat. So kommt nur eine Reaktion in Frage: „Das sein ferne von uns, dass wir diesen Gott verlassen“. Viele Jahre soll dieses Versprechen halten.

Leben kann immer nur nach vorne gelebt werden. Aber ein dankbarer Blick auf das bisher Geschehene kann in herausfordernden Momenten eine große Hilfe sein.


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