/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Nein heißt Nein

Elke Drossmann über 4. Mose 23, 19

Bibelvers

Gott ist nicht ein Mensch, dass er lüge, noch ein Menschenkind, dass ihn etwas gereue.

4. Mose 23,19

Der Vater hat nein gesagt. Das Kind dreht sich um. Es kommt zurück und schaut den Vater mit großen Augen an: „Sag ja, bau das Schwimmbecken auf.“

Man kann´s ja noch mal versuchen, einen neuen Anlauf nehmen. Das machen Erwachsene oft genauso. Auch ein König vor mehr als 3000 Jahren.

Gott hatte Nein zu seinen Wünschen gesagt. Sollte er, der König der Moabiter, das hinnehmen? Er konnte es doch noch mal versuchen. Bileam war sein Diplomat. Er sollte Gottes Herz erweichen.

Doch Gott spielt nicht mit. Es geht um seine Pläne, um sein Volk Israel und sein Ziel, das Volk sichtbar vor den Nachbarvölkern zu segnen. So hatte Gott es dem Stammvater Abraham versprochen. Bileam vermittelt deshalb Gottes Ansage dem König:

„Gott ist nicht ein Mensch, dass er lüge, noch ein Menschenkind, dass ihn etwas gereue.“  Aufgezeichnet im 4. Mosebuch, Kapitel 23.

Gott ist anders als ein Mensch. Ein Mensch sagt öfter etwas und meint etwas ganz anderes. Gott sagt, was er meint. Ein Mensch sagt schon mal vorschnell Nein und wenn er sich alles noch mal durch den Kopf gehen lässt oder weitere Gesichtspunkte hört, sagt er doch Ja. Gott hat alles vor Augen, deshalb braucht er keinen Rückzieher machen. Ja ist Ja und Nein ist Nein. So ist auch Jesus, der Sohn Gottes aufgetreten.

Jesus ist Gottes Diplomat, wenn es um uns heute geht. Jesus legt denen nahe, die sich zu Gottes Familie zählen: „Euer Ja sei ein Ja, und euer Nein ein Nein; jedes weitere Wort ist vom Bösen.“ (Mt. 5, 37 NGÜ)

Damit sagt Jesus nichts anderes als: Macht euch Gottes Art zu eigen. Wie auf Gott Verlass ist, soll auch auf euch Verlass sein. Vor Gericht, aber auch im Alltag.

 


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