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„Die Krankenpflege ist eine Kunst!“

200 Jahre Florence Nightingale: Wie Pflege zu einem angesehen Beruf wurde.

Europa vor 200 Jahren: in der Pflege arbeiten hauptsächlich Männer und zwar Kriminelle und anderweitig Gestrauchelte – denn wer will sich schon die Hände schmutzig machen und sich selbst einer Ansteckungsgefahr aussetzen?

Von Gesundheitsfürsorge – keine Spur. Doch mit diesen Zuständen will sich eine junge Frau aus wohlhabendem Hause nicht zufrieden geben: Florence Nightingale. Sie gilt als Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege. Sie widersetzte sich den Heiratsplänen ihrer Eltern und widmete ihr Leben der Pflege von Kranken.

Als mathematisch begabte Frau entwickelte sie statistische Methoden wie das Tortendiagramm, um Krankheitsverläufe besser darstellen zu können, und als Pflegemanagerin strukturierte sie Arbeitsabläufe in Krankenhäusern und half mit beim Entwurf neuer Hospitäler. Trotz aller Tatkraft - immer wieder war sie depressiven Phasen ausgesetzt.

Dr. Norbert Friedrich, Vorstand der Fliedner-Kulturstiftung in Düsseldorf (Foto: Fliedner-Kulturstiftung)
Dr. Norbert Friedrich, Vorstand der Fliedner-Kulturstiftung in Düsseldorf (Foto: Fliedner-Kulturstiftung)

Halt und Motivation für ihr Lebenswerk fand sie im Glauben. Schon als 17-jährige schrieb sie in ihr Tagebuch: „Gott sprach zu mir und rief mich in seinen Dienst.“ Heute vor 200 Jahren wurde Florence Nightingale geboren. Regina König stellt die couragierte Frau im Gespräch mit Dr. Norbert Friedrich, Vorstand der Fliedner-Kulturstiftung in Düsseldorf, vor. Denn mitten in der Corona-Epidemie gewinnt ihr Einsatz für den Pflegeberuf neue Aktualität.



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