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„Die Gemeinde hat nichts Illegales getan“

In einer Frankfurter Baptistengemeinde haben sich 107 Menschen bei einem Gottesdienst mit Corona infiziert.

Das Corona-Virus macht auch vor Kirchentüren nicht halt. So wurde am Sonntagnachmittag bekannt, dass sich in der Gemeinde der Evangeliums-Christen-Baptisten in Frankfurt/M 107 Menschen im Rahmen eines Gottesdienstes mit dem Corona-Virus infiziert haben. Die Gemeinde habe aber „nichts Illegales getan“, zitiert die Frankfurter Rundschau den stellvertretenden Leiter des Gesundheitsamts Frankfurt, Antoni Walczok, der laut FR betont, dass es keine „Verletzung der Rechtsordnung“ gegeben habe.

Die meisten Geschwister seien zu Hause, nur wenige seien im Krankenhaus, zitiert der Evangelische Pressedienst die Gemeindeleitung. Die Gemeinde hat zunächst als Konsequenz alle Versammlungen abgesagt, berichtet Andreas Odrich im Gespräch mit Saskia Klingelhöfer.

Inzwischen weitere Details bekannt

Im Laufe des Montagnachmittag, 25.05.2020, hat die Gemeinde auf ihrer Homepage eine Erklärung veröffentlicht. Demnach trugen die Gemeindeglieder beim Gottesdienst keinen Mundschutz und es wurden Lieder gesungen. „Es wäre angebracht, wenn wir darauf verzichtet hätten“, heißt es dazu in der Erklärung. Die Gemeindeleitung selbst sei im Moment durch die Infektion nur eingeschränkt handlungsfähig. Der Vereinsvorsitzende liege auf der Intensivstation. Die Gemeinde bedankt sich für „alle kritischen Anfragen aber auch für alle Genesungswünsche“. Denen schließen wir uns selbstverständlich an. Wir selbst haben am Montag versucht, die Gemeindeleitung für ein Interview zu erreichen, es ließ sich aus nunmehr erklärbaren Gründen allerdings kein Kontakt herstellen. 



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