/ ERF WortGut

Gut, besser, am besten…

Gesetz und Gnade – dieser Gegensatz ist uns in Fleisch und Blut übergegangen. Dass dabei das Gesetz eher auf der Verliererseite steht, und die Gnade auf der Gewinnerseite, versteht sich von selbst. Kein Wunder, dass sich manche auf unseren Wochenspruch berufen, wenn sie einfordern wollen, dass Gnade vor Recht ergehen soll: „Das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Christus geworden.“ (Joh 1,17)

Doch ist das wirklich so einfach und klar, wie es auf den ersten Blick scheint? Soll das heißen, dass Gesetze unnötig sind, und vielleicht sogar, dass das Gesetz, das Gott durch Mose seinem Volk gegeben hat, eher negativ zu werten ist? So argumentieren wir manchmal. Wir wischen die Gebote Gottes beiseite mit einem schnellen Hinweis auf die Gnade, oder auch mit dem – missverstandenen und falsch gebrauchten - Satz von Augustinus: „Liebe, und dann tue was du willst!“

Nein, das Gesetz, das Mose im Namen Gottes gebracht hat, ist etwas Gutes. Es ist dazu gegeben, uns den Weg zu zeigen, auf dem Leben gelingt. Es ist Gottes gute Leitlinie für uns Menschen. Nicht Töten, nicht Stehlen, nicht Ehebrechen, nicht Verleumden, Vater und Mutter, auch wenn sie alt sind, zu ehren und zu unterstützen, dem Mitmenschen sein Glück nicht zu neiden und ihn nicht zu berauben – dies und noch viel mehr lehrt uns das Gesetz des Mose. Und vor allem bringt es uns das Wissen von Gott, der der Einzige ist, der Schöpfer und Vater, der Allmächtige und Barmherzige, der Ewige.

Jesus steht nicht gegen das Gesetz, er stellt sich nicht gegen Mose, sondern er erfüllt das Gesetz. In ihm strahlt das innerste Wesen Gottes auf: Seine Gnade und Liebe. Wer Jesus folgt, läuft in der Spur, die Gott schon längst gelegt hat, der Spur, auf der Abraham und Sara, Isaak und Rebekka, Mose und Josua und Ruth und Samuel und David und unzählige andere liefen. Sie alle hielten sich fest an Gottes Wort, an seinen Geboten, und schauten aus nach dem Tag, an dem Gottes Licht noch heller und klarer strahlt, so dass alle Menschen in allen Völkern ihn finden können. 

Dieser Tag kam, als Jesus geboren wurde. Durch ihn vollendete sich das, was die Gottesfürchtigen und die Propheten vor ihm erwartet und vorausgesehen hatten: Gnade und Wahrheit, erlebbar für alle. Das ist nicht nur gut, das ist besser, das ist das Beste, was es in dieser Welt zu finden gibt. Glücklich sind die, die sich nicht zufrieden geben, bevor sie ihn gefunden haben: Jesus.

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