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Gnade und noch viel mehr

Was gibt meinem Leben einen Wert? Wodurch kann ich glänzen? Womit kann ich mich besonders hervortun und über andere erheben? Diese Frage sitzt hinter vielem, was wir in unserem Leben unternehmen. Irgendwie wollen wir uns abheben von den anderen. Wir wollen möglichst vorne sein, wollen bewundert und auch ein bisschen beneidet werden.

Das zeigen nicht nur die unzähligen Wettbewerbe und Talentshows wie „Deutschland sucht den Superstar“. Das zieht sich auch durch unsere gesamte Gesellschaft, durch Arbeit und Ausbildung hindurch. Wir wollen und müssen etwas leisten. Denn die Leistung zeigt unseren Wert.

Sicher gehört das auch, in einem gesunden Maß, einfach dazu. Gut sein wollen, etwas richtig zu machen, ist ein wichtiger Antrieb für Fortschritt und Fortkommen. Doch wenn es um die Beziehung zu Gott geht, dann ist das Leistungsprinzip völlig fehl am Platz. Denn hier, bei Gott, herrschen ganz andere Maßstäbe.

Schließlich können wir, so wie wir sind, Gottes Wohlgefallen gar nicht erarbeiten. Selbst die Besten und Gerechtesten, die Eifrigsten und Frömmsten sind immer noch Meilen von dem entfernt, was wirklich gut und richtig ist. Das hängt mit unserer gesamt-menschlichen Situation zusammen. Wir Menschen sind alle in den Abfall von Gott verwickelt. Wir sind gezeichnet, selbst in unseren besten Bemühungen, von der Realität der Sünde. Auch im frömmsten Herzen erheben Egoismus und Geltungssucht ihr Haupt.

Gut, dass bei Gott nicht unsere „Werke“ zählen, sondern dass seine Gnade das Entscheidende ist. Jesus Christus ist gekommen, um Sünder zu retten, um uns wieder mit Gott zu versöhnen. Hier, in Jesus, erreicht uns Gottes uneingeschränkte Gnade, seine ganzherzige Zuwendung. Die gilt allen Menschen ohne jeden Unterschied. Deshalb brauchen wir uns nicht mehr miteinander vergleichen. Gottes Gnade beendet unser ungutes Konkurrenzgehabe. Wir brauchen uns nicht mehr gegeneinander aufzuspielen und vor einander selbst zu „rühmen“. Wir dürfen Gottes Gnade als Geschenk annehmen und sie auch den anderen von ganzem Herzen gönnen.

Hier ist der Eingang zu einem Leben im Frieden mit Gott und miteinander. Der Schlüssel dazu ist der Glaube, das Vertrauen, dass Gottes Gnade ausreicht – für mich und für alle.

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