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Startbereit?

Zwei Aufforderungen verbindet Jesus hier miteinander. Zwei Bilder gebraucht er. In beiden Fällen geht es um dasselbe: Die Bereitschaft zum Aufbruche.

Das Bild wird klar, wenn man den Zusammenhang dazu nimmt, in dem diese Worte gesprochen werden. Wenn es abends dunkel wird, wenn das Tagwerk vollendet ist, dann bleibt in einer Welt ohne elektrisches Licht nicht mehr viel zu tun übrig als dieses: Etwas zu essen, sich gemütlich ausstrecken und ausruhen, im Sommer vielleicht vor dem Haus die Pracht der Sterne zu bewundern und im Winter um das kleine Herdfeuer zu sitzen und sich von den großen und kleinen Geschichten des Lebens zu berichten.

Ganz anders ist es jedoch an einem Festtag. Da wird die alltägliche Ordnung außer Kraft gesetzt. Der gewöhnliche Trott hat keinen Raum mehr. Da soll gefeiert werden, getanzt, gelacht. Da wird die Nacht zum Tag gemacht und umgekehrt. Davon spricht Jesus hier. Es ist der Abend eines Hochzeitsfestes. Jeden Augenblick kann der Bräutigam mit seinem Festzug am Haus vorbeikommen. Wer dann bereit ist, kann sofort aufspringen und sich der fröhlichen Gesellschaft anschließen. Wer aber im Nachtgewand gemütlich auf dem Bett liegt und wessen Öllampe irgendwo ohne Öl und vorbereitetem Docht in der Ecke liegt, der läuft Gefahr, die Party zu verpassen.

Seine Nachfolger sollen so leben: Startklar. Aufmerksam. Bereit zum Aufbruch. Das gilt für jeden Tag. Gerade im Alltag kann es sein, dass Jesus unerwartet bei uns vorbeikommt. Jeder Tag kann uns soll zum Fest werden, weil der Bräutigam in unser Leben tritt. Und auch im Blick auf Gottes ewiges Fest gilt es: Wir sollen bereit sein.

Gottes neue Welt, sein Reich, ist nahe herbei gekommen. Wer das begreift, hält sich bereit, bereit zum Aufbruch. Bereit für Jesus.

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