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Genug und noch viel mehr

An vielen Stellen in der Bibel begegnet es uns: Das einfache, direkte Vertrauen auf Gott. Die Gewissheit, dass er da ist. Die Gewissheit, dass er für uns ist und für uns sorgt. Dieses Vertrauen drückt sich auch in diesem Satz des Psalmbeters aus: „Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.“

Wie er es sagt, zeigt, dass es für ihn zu einer grundlegenden Gewissheit, ja zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist, dass Gott, der Schöpfer, für seine Geschöpfe sorgt. Für ihn ist Gott kein deus otiosus, also ein müßiger, abwesender Gott, wie ihn die Philosophen vor 200 Jahren vermuteten, und wie ihn auch heute sich noch viele vorstellen.

Nein, Gott ist ein sorgender, ein fürsorgender Gott. Er ist das große Gegenüber, an das wir uns jederzeit vertrauensvoll wenden können. Unsere Hoffnungen, unsere Bedürfnisse, unsere Bitten, sind bei ihm an der richtigen Adresse. Das hat der Psalmbeter erfahren. Das haben die Menschen um ihn herum erfahren. Das erleben Menschen immer wieder. Und das erlebt vor allem die Gemeinschaft der Glaubenden an allen Orten zu allen Zeiten: Gott ist der, von dem ihre Hilfe kommt. Er ist es, der für sie sorgt und sie versorgt.

Diese Erfahrung wird hier auf den Punkt gebracht. Der Gesamtzusammenhang des Psalmgebets macht dann deutlich, dass unsere Aufgabe ist, diese Erfahrung anderen weiterzusagen. Das ist der eigentliche Sinn des Gotteslobes: Dass alle Menschen ermutigt werden, selbst diese Erfahrung zu machen: Gott ist da. Und er ist für uns. Er ist für uns alle: Unser Gott, unser Schöpfer, unser Versorger, unser Befreier. Auf ihn warten wir Menschen nicht vergeblich. Er gibt uns genug und noch viel mehr.

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