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Spielrezension „Concordia“

Rom wurde nicht an einem Tag erbaut und das Römische Reich ist nicht in einem Jahr entstanden. Die Ausbreitung hat eine Weile gedauert. Bei „Concordia", der Herbstneuerscheinung aus dem PD-Verlag, geht es genau um diese Ausbreitung des Römischen Reiches. In diesem Fall reichen aber rund zwei Stunden völlig aus.

Ziel des Spieles ist es, die eigenen Kolonisten in den verschiedenen Regionen Italiens bzw. römischen Provinzen des Mittelmeeres zu verbreiten. Alle Spieler starten mit ihren Kolonisten in Rom. In den Städten der Regionen und Provinzen errichten die Spieler Häuser und produzieren Waren. Die Waren helfen, neue Häuser in anderen Städten zu errichten sowie Punkte und durch den Handel mit den Waren auch Geld zu bekommen. Um das alles zu tun, müssen die Spieler Karten einsetzen. Davon haben alle Spieler zu Beginn des Spiels einen identischen Satz bekommen. Die Karten haben unterschiedliche Funktionen. Die Architektenkarte hilft bei der Verbreitung der Kolonisten. Der Präfekt lässt in den Provinzen Waren produzieren. Der Diplomat kopiert die Karte eines anderen Spielers. Jeder Spieler darf in seinem Zug genau eine Karte spielen und die entsprechende Aktion ausführen. Dann ist der nächste Spieler am Zug. Wichtig ist die Karte des Senators: sie hilft, weitere Karten aus einer offenen Auslage zu bekommen. Hierfür werden auch Waren benötigt. Diese Karten erweitern die Auswahl an Karten, die den Spielern zur Verfügung stehen und bringen neue Aktionsmöglichkeiten. Da so irgendwann alle Karten gespielt wären, hilft die Tribunkarte. Sie gibt alle Karten wieder auf die Hand, damit sie wieder zur Verfügung stehen. Grundsätzlich ist jede Karte einem bestimmten Gott zugeordnet. Zu Spielende belohnt jeder Gott bestimmte Entwicklungen. So multipliziert jede Karte, die dem Gott Mars zugeordnet ist, die Punkte für eingesetzte Kolonisten. Jede Saturnkarte belohnt jede von eigenen Kolonisten besetzte Provinz. Am Ende des Spiels sind die Götterkarten wichtig, weil sie die eigentlichen Punkte bringen. Das Spiel endet, sobald keine Karte mehr gekauft werden kann.

„Concordia" überzeugt gleich in mehrfacher Hinsicht. Trotz der Komplexität des Spiels sind die Regeln absolut überschaubar und sehr gut in der übersichtlichen Spielanleitung erklärt. Das Spiel läuft sehr schnell rund und flüssig. Dabei bietet „Concordia" unterschiedliche Strategien, die die Spieler verfolgen können, um zum Erfolg zu kommen. Gleichzeitig können die Spieler auch versuchen, die Strategie eines Mitspielers zu unterbinden. Der gute Gesamteindruck wird durch eine absolut stimmige Graphik unterstrichen. Insgesamt ist „Concordia“ ein echter Tipp und das nicht nur für Liebhaber komplexer Strategiespiele.

 

„Concordia“
Autor: Walther Gerdts
Verlag: PD Verlag
Für 2 - 5 Spieler
Ab 12 Jahren
Dauer: 90 Minuten
Preis: ca. 40 Euro


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