/ Calando

Mit Muslimen über Jesus reden

Rund vier Millionen Muslime leben in Deutschland. Die ersten kamen als sogenannte Gastarbeiter in den 60er Jahren zu uns. Vor allem Menschen aus der Türkei. Die Bundesrepublik Deutschland hatte sie aktiv angeworben, damit sie uns beim Aufbau des Deutschen Wirtschaftswunders helfen. Diese Menschen brachten auch ihren Glauben mit. Zahlreiche Moscheen entstanden, oftmals auf Hinterhöfen in leerstehenden alten Gebäuden. Schon damals war die Situation nicht immer spannungsfrei – gegenseitiges Misstrauen und gegenseitige Vorbehalte prägten auch schon in den ersten Jahrzehnten das Bild.

Aber nicht nur. Unter dem Strich blieb das Zusammenleben friedlich. Schärfe kam in Debatte, als in den letzten zehn Jahren in manchen Moscheen sogenannte Hassprediger auftraten und unter anderem radikale Salafisten auf sich aufmerksam machten; zwar eine Minderheit, aber dennoch eine lautstarke. Virulent wurde die Debatte durch die Flüchtlinge, die im letzten Jahr zu uns kamen, vornehmlich aus muslimischen Ländern, wie Syrien, Afghanistan oder dem Irak. Ihre Flüchtlingshelfer hier vor Ort ganz oft Christen; nicht nur als Mitglied in der kirchlichen Datenbank, sondern mit einer echten Überzeugung im Herzen, und einer persönlichen Entscheidung für Jesus als Retter, den Gott auf diese Welt gesandt hat.

Doch während in unserer Kultur Religion Privatsache ist, und das Reden über den eigenen Glauben unanständiger ist als das Reden über Sex, so ist das in anderen Ländern ganz anders. Dort interessiert man sich von Natur aus viel mehr für die Religion des Einzelnen und ein Gespräch bietet sich von Natur aus an. Wie das gelingen kann, wo aber auch die Herausforderungen liegen, darüber spricht Katja Völkl mit dem Direktor des christlichen Hilfs- und Missionswerkes DMG interpersonal Detlef Blöcher.

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