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Bibelvers

Ich gebiete dir und sage, dass du deine Hand auftust deinem Bruder, der bedrängt und arm ist.

5. Mose 15,11

Schuldenerlass! Gibt es das? Bei Anton sind 20.000€ an Schulden aufgelaufen. Wie soll er das zurückgeben? Bei seinem kleinen Gehalt unmöglich. Schlaflose Nächte quälen ihn. Schweißgebadet wacht er auf und denkt über Wege nach. Doch wie soll das gehen? Gut, es gibt die Schuldnerberatung, die kann ihm ein Stück weit helfen. Eine Bekannte, die Elvira ist diesen Weg gegangen. Leicht war das nicht. Aber vielleicht kommt er dann mit der Zeit von seinen Schulden herunter. Eine harte Zeit des Sparens steht vor ihm.

Im alten Israel gab es Schuldenerlass. Es gab sogar das Erlassjahr. Alle 7 Jahre wurden alle Schulden erlassen und man konnte von neuem beginnen. So wollte es Gott. Es sollte in Israel keine Schuldsklaverei geben. Jeder Israelit ist ein freier Mann und eine freie Frau. Vorbildlich! Und bevor jemand sozial total abstürzt, sagt Gott zu jedem von seinem Volk: „Ich gebiete dir und sage, dass du deine Hand auftust deinem Bruder, der bedrängt und arm ist.“ (5. Mose 15, Vers 11). Ich gebiete dir! Ich befehle dir! So sagt es Gott mit äußerstem Nachdruck. Das soll die Grundgesinnung im Volk Israel sein, dass einer nach dem andern schaut und für ihn sorgt. So soll es in Israel sein: Es ist genug für alle da! Besitz ist anvertraut, ist ein Geschenk von Gott. Deshalb soll keiner auf seinen Schekel draufsitzen und sie wie Dagobert Duck horten und sammeln. Nein, den Bruder, die Schwester sehen, und die Hand auftun und weitergeben.

Ob dieses Erlassjahr wirklich geklappt hat? Ob alle 7 Jahre wirklich ein Neuanfang im Volke Gottes war, daran zweifeln viele Ausleger. Die Propheten zeigen, dass eben dieses Armenrecht nicht funktionierte. Arme, Witwen, Waisen, Fremdlinge wurden unterdrückt, während die Reichen des Volkes im Luxus schwelgten. Amos klagte dies an. Das Gebot Gottes war da. Das Recht Gottes gilt. Aber das Volk kümmerte sich nicht um dieses Recht.

Wir sind Christen, wir sind nicht das Volk Israel. Ein verordnetes Erlassjahr haben wir nicht. Was aber gilt bei uns? Gott will, dass wir großzügig leben. „Geben ist seliger als nehmen“. Unser himmlischer Vater beschenkt uns überreich: Jeden Tag dürfen wir uns an seiner Sonne freuen. Er schenkt uns das Leben und alles, was wir brauchen. Jeden Tag dürfen wir zu ihm kommen und er vergibt uns durch Jesus, seinen Sohn, unsere Schuld. Gott ist so unendlich großzügig zu uns. Und wir dürfen seine Kinder sein. Kinder eines großzügigen Vaters. Wir dürfen entdecken, wie er segnet, wenn wir geben. Jeden Tag leben wir von ihm. Und er gibt uns reichlich. Deshalb: nicht knausrig sein, Gott ist es auch nicht: Tu deine Hand auf deiner Schwester, deinem Bruder, die in Not sind und jetzt dich brauchen. Gib ihnen, gib ihnen mit der Gesinnung, dass die eine Hand nicht weiß, was die andere jetzt gibt. Das heißt, rechne nicht nach, was dir der andere wieder zurückgeben könnte. Sei einfach großzügig, und freu dich an deinem Vater im Himmel, der es so gut mit uns Menschenkindern meint.


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