/ Wort zum Tag

Tochter Zion

Bibelvers

Jauchze, du Tochter Zion! Frohlocke, Israel! Freue dich und sei fröhlich von ganzem Herzen, du Tochter Jerusalem! Denn der HERR hat deine Strafe weggenommen.

Zefanja 3,14–15

„Tochter Zion freue dich, jauchze laut, Jerusalem!“ - Nein, Sie müssen sich keine Sorgen machen um mich. Ich habe weder einen Sonnenstich eingefangen noch die Jahreszeiten verwechselt. Dieses Adventslied passt einfach zur heutigen Losung. In Zefanja 3,14 & 15 steht:

„Jauchze, du Tochter Zion! Frohlocke, Israel! Freue dich und sei fröhlich von ganzem Herzen, du Tochter Jerusalem! Denn der HERR hat deine Strafe weggenommen.“ Zef. 3,14-15

Ja, die „Tochter Zion“ hat gut singen und reichlich Grund zum Jauchzen und Frohlocken. „Denn der HERR hat deine Strafe weggenommen.“ Jerusalem - und damit das Volk Israel - sind befreit von ihrer Strafe. Sie wurde ihr erlassen. Das ist Gnade.

Das Volk Israel handelte damals kaum schlimmer oder böser, als wir das heute tun. Natürlich, die Menschen hielten Gottes Gebote nicht immer ein. Oft war ihnen anderes wichtiger. Hoffart und Hochmut verdrängten dann Gerechtigkeit und Demut. Und das Elend der Armen liess viele kalt. Das missfällt Gott. Zefanja verkündet deshalb die furchtbaren Konsequenzen dieses Verhaltens. Davon berichtet das Prophetenbuch zuerst.

Erst dann wird den Elenden und Armen ein „Straferlass“ zugesprochen. Gott erbarmt sich. Vielleicht bedeutet das auch, dass die „Tochter Zion“ nicht die ganzen Folgen des eigenen Handelns, aber auch des Handelns von Dritten und Grossmächten tragen muss.

„Denn der HERR hat deine Strafe weggenommen.“

Hätte das nicht auch unsere Welt dringend nötig? Und besonders die Elenden und Armen und die Generationen, die nach uns kommen?

Die Befreiung von Strafe ist nicht billig. Sie nimmt uns auch in die Verantwortung. Etwa im Blick auf die Art und Weise, wie wir mit unserer Erde umgehen. Wir verbrauchen Ressourcen als gäbe es kein Morgen. Das Klima erwärmt und verändert sich schneller denn je. Offensichtlich gibt es einen Zusammenhang zu unserem Verhalten. Am meisten leiden die Armen und Elenden darunter. Sie bekommen die „Strafe“, die Konsequenzen unseres ökologischen Fehlverhaltens mit Wucht zu spüren.

Wir müssten doch alles Menschenmögliche tun, um diese Veränderungen zumindest zu verlangsamen. Aber: Wir tun es kaum.

Auch das andere gilt bis heute: Wir Menschen sind und bleiben sündhaft. Letztlich können wir das Rad nur beschränkt herumreißen und uns nicht selbst von allem Bösen und Zerstörerischen befreien.

Deshalb brauchen auch wir die göttliche Zusage: „Denn der HERR hat deine Strafe weggenommen.“

Gott ist die Quelle, der Strom und das Ziel von allem Leben. Gott wird für die Zukunft Zukunft der Erde schon einen Weg finden. Wie, das müssen wir nicht wissen. Aber wir sollen schon jetzt so handeln, wie es Gott gefällt.

Wir dürfen mit der „Tochter Zion“ hoffen und glauben, dass Gott barmherzig ist. Manchmal gibt es auch in unseren Tagen wundersame Entlastung, Erleichterung, Straferlass. Das befreit uns nicht davon, schon jetzt zu versuchen, so zu handeln wie es Gott gefällt.                                             

Dann dürfen wir in Zefanja‘s Loblied einstimmen: „Tochter Zion freue dich, jauchze laut, Jerusalem!“

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