/ Wort zum Tag

Nicht unsere Gerechtigkeit

Bibelvers

Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.

Daniel 9,18

Wir liegen vor dir mit unserem Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. (Daniel 9,18)

Vertrauen, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit!

Große Worte! Wichtige Worte! Alte Worte und so aktuelle Worte!

Vertrauen- Banken werben darum. Umso erstaunter ist der Umworbene über die vielen Klagen und Prozesse, die große Banken durchfechten. Die Vertrauenswürdigkeit der Geldhäuser ist doch sehr angeknackst.

Vertrauen – Autokonzerne werben darum. Erstaunlich auch hier die Manipulationen und Absprachen, damit die Gewinne noch mehr gesteigert werden können. Anscheinend wollen doch viele Vertrauen, ohne in ihre Vertrauenswürdigkeit zu investieren. Nämlich Entscheidungen erläutern, Offenheit und glaubwürdige Absichten. Verlorenes Vertrauen zurückgewinnen- das wird teuer und anstrengend.

Auf wen noch vertrauen? Da scheint je länger je mehr Zweifel und Misstrauen angebracht. Wie schade! Manchen Firmen möchte ich sagen: Vertrauensverlust ist letztlich Gewinnverlust. Auf wen noch vertrauen?

Für den betenden Daniel ist klar, wem er vertraut. Wen er vertrauensvoll im Gebet anspricht. Wen er bittet, doch gnädig mit dem Volk Israel und der Stadt Jerusalem umzugehen. Er bittet nicht Menschen. Keine Herrscher, Fürsten oder Könige. Auch keine religiösen Führer. Denn dann bliebe er angewiesen auf deren Gerechtigkeit und wie sie Gerechtigkeit verstehen. Von Menschen bestimmte und praktizierte Gerechtigkeit? Daniel weiß, die ist allzu oft motiviert und fehlgeleitet durch persönliche Interessen. Persönliche Vorteile; persönlicher Einfluss und Macht; Und das menschliche Gerechtigkeitsverständnis geht allzu oft nach dem Schema: Wie du mir, so ich dir!

 Nach menschlicher Betrachtungsweise war es doch nur gerecht, dass das treulose Volk Israel mit seinem Götzendienst schließlich in der Verbannung landet und nun die Folgen erleidet. Wer sich von Gott lossagt, erlebt irgendwann, was es bedeutet, wenn Gott loslässt. Der sogenannte verlorene Sohn in der Geschichte im Neuen Testament sagt sich vom liebenden Vater los, der lässt ihn auch los, und der Sohn landet bei den Schweinen. Gerecht, oder? Entscheidung und Konsequenz, oder? Verantwortliches Handeln und die Folgen, oder? Gott, bei Daniel und im Gleichnis vom verlorenen Sohn, hat   losgelassen, aber nicht seine Liebe. Seine Liebe begleitet sein Volk in die Verbannung. Seine Liebe umgibt auch noch den Sohn im Ausleben seiner Freiheit und sie erreicht ihn am Tiefpunkt seiner Entfremdung. Seine Liebe entdeckt der betende Daniel durch das Dunkel der Vertreibung hindurch! Gott hat Leid zugelassen, aber nicht abgelassen, seine Menschen zu lieben!

Gottes Liebe schafft den Spagat zwischen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. Ja, der Sohn landet am Schweinetrog und der Vater läuft ihm aber mit offenen Armen entgegen und feiert ein Fest. Völlig unverdient! Israel missbraucht den Namen Gottes, verunstaltet das Verhältnis zu Gott durch Sünde und Ungehorsam, erleidet die Verbannung und während des Gebets von Daniel lässt Gott durch seinen Engel ankündigen: Das Leiden ist befristet, die Sünde wird abgetan und die Schuld gesühnt und Jerusalem wieder aufgebaut.

Die große Barmherzigkeit Gottes, sie lädt Menschen ein, vertrauensvoll zu bitten und zu beten.

Die große Barmherzigkeit Gottes führt zum Staunen, wie konkret seine Liebe hinhört, sucht, findet und umarmt. Die große Barmherzigkeit Gottes – darauf will ich vertrauen.

 

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