/ Wort zum Tag

Mehr als ein frommer Wunsch

Bibelvers

Der Gott des Friedens heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für das Kommen unseres Herrn Jesus Christus. Treu ist er, der euch ruft; er wird’s auch tun.

1. Thessalonicher 5,23–24

Wenn Sie gestern im Gottesdienst waren, dann sind Sie sicher gesegnet worden. Haben Sie noch die Worte behalten, die Ihnen zugesprochen wurden? Für manche mag so ein Segen wie ein traditioneller Abschiedsgruß klingen. Der Segen ist jedoch mehr als nur eine wohl klingende Abschiedsformel.

Segnen und gesegnet werden ist eines der wertvollsten Geschenke, die dem Volk Gottes und der christlichen Gemeinde anvertraut sind. Der bekannteste Segen ist der sogenannte aaronitische Segen. Doch eigentlich müsste er göttlicher Segen genannt werden. Denn Gott sagte zu Mose, dass wenn Aaron und seine Söhne Israel segneten, dass sie dann diese Worte sprechen sollten:

„Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig, der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“ (4.Mose 6,24f) Ich spreche gerne diese Segensworte am Ende eines Gottesdienstes. Genauso freue ich mich darüber, wenn ich sie empfange, denn ich weiß: Segnen bedeutet, den Namen Gottes auf Menschen zu legen. Das ist die Aufgabe von Aaron und seinen Söhnen. Sie segnen das Volk Gottes mit den genannten Worten und legen damit Gottes Namen auf Israel (4.Mose 6,27). Gott stellte sich Israel mit dem Namen vor: “Ich bin, der ich bin und ich werde sein, der ich bin.“ Gottes Name wird auf die Gesegneten gelegt.

Und weil Gott sich später in seinem Sohn Jesus Christus zu erkennen gegeben hat, wird nun der Segen Gottes mit Jesus verbunden. Ein kurzes Segenswort der christlichen Gemeinde lautet: Die Gnade unseres Herrn Jesus sei mit Euch. Segen ist eben mehr als nur ein Wunsch. In dem Paulus die Gemeinde segnet, vertraut er darauf, dass auch geschieht, was er der Gemeinde zusagt: Im Brief an die Gemeinde von Thessalonich nimmt Paulus den aaronitischen Segen auf und verbindet ihn mit Jesus, denn der Segen Gottes findet in Jesus Christus sein Ziel. So segnet Paulus die Gemeinde nun mit folgenden Worten:

„Der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist, samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.“ 1. Thessalonicher 5,23-24

Wenn Sie gesegnet werden, dann wird der Name Jesus auf Sie gelegt. Damit werden Sie gewürdigt. Um es noch edler auszudrücken: Sie werden gekrönt. Und auf dieser bildhaften Krone steht der Name Jesus. Der Name Jesus bedeutet: „Gott ist Heil“. Das steht nun über dem Leben und soll sich nun in dem Leben des Gesegneten entfalten. Mit dem Geschenk des Segens ist mir aber auch etwas in die Hand gelegt worden, für das ich nun verantwortlich bin. So wie Gott heilig ist, soll auch mein Leben Gottes Wesen widerspiegeln. Als Gesegneter bin ich Segensträger. Deswegen ist es so wichtig, dass wir diesen Segen empfangen.  Doch wir dürfen und sollen ihn auch an andere weitergeben. Denn Gottes Gnade und sein Heil sollen nicht bei uns enden, sondern jeden Menschen erreichen.

Probieren Sie es doch heute einmal aus: Wenn Sie heute jeden Menschen, dem sie begegnen werden, nicht nur zum Abschied ein „Auf Wiedersehen“ oder „Tschüß“ sagen, sondern: Gott segne Sie oder Jesus Christus segne Dich. Diese Worte werden ihre Kraft entfalten. Doch sie müssen ausgesprochen werden.

Segen, der nicht zugesprochen wird, bleibt wirkungslos. Weil das so ist, fordert Jesus dazu auf, dass wir einander segnen sollen, auch diejenigen, die wir nicht so gut leiden können. Jesus geht dann sogar noch einen Schritt weiter und sagt: „Segnet, die euch verfluchen“.(Lukas 6,28).

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