/ Wort zum Tag

Ich habe für dich gebeten ...

Bibelvers

Jesus spricht zu Petrus: Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre.

Lukas 22,32

Nach einem Gottesdienst bittet mich eine junge Frau um ein Gespräch. Sie erzählt mir aus ihrem Leben. Eine Katastrophe nach der anderen. Sie sagt: „Sicher verstehen Sie, dass ich nicht mehr an Gott glauben kann.“ Lange reden wir weiter. Am Ende des Gespräches frage ich Sie: „Ist es Ihnen recht, wenn ich noch ein Gebet spreche?“ Sie nickt ein Ja. Ich bete für Sie, für Ihre Probleme mit Gott und der Welt. Als ich Amen sage, bedankt sie sich: „Das hat jetzt aber gut getan, dass Sie für mich gebetet haben.“

Wenn ein Mensch für uns betet, kann das sehr viel bewirken. Noch wichtiger ist allerdings, dass Jesus Christus für uns betet. Wir haben den Glauben nicht als Besitz in unserer Tasche. Wer kann schon für sich garantieren?

Jesus, der Sohn Gottes, ist Realist. Da er Mensch geworden ist, ist ihm nichts Menschliches fremd. Er kennt die Gefährdungen. Ereignisse, Schicksalsschläge und Katastrophen. Jesus weiß, dass sie uns Menschen den Glauben madig machen können. “Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre.“  Jesus sagt das zu Petrus. Er hieß einmal Simon. Als er die Entscheidung traf, Jesus nachzufolgen, hat Jesus ihm den Namen Petrus gegeben. Das heißt übersetzt „Fels“. Dabei war Petrus ein Mann mit Wackelkontakt. Kurze Zeit später als Jesus im Haus des Hohenpriesters gefangen gehalten wird, erklärt er im Hof  am Lagerfeuer: „Jesus kenne ich nicht. Zu dem gehöre ich nicht.“

Dreimal bekräftigt er es. Dann wird ihm klar, was er da gemacht hat und er weint bitterlich. Denkt er in dem Augenblick daran, dass Jesus zu ihm gesagt hat: „Petrus, ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhört.“ Jeder kann dieses Versprechen Jesu auf sich beziehen und da seinen eigenen Namen einsetzen. Wir können uns auf die Fürbitte Jesu verlassen, auch wenn wir Wege hinter uns haben, auf denen wir andere verletzt, Gott verleugnet und uns selbst in einer Sackgasse verirrt haben. Jesus lässt keinen links liegen. Jesus weiß, welchen Weg er vor sich hat. Er geht seiner Kreuzigung entgegen. Dort stirbt er für mich und für dich.

Und was können wir dazu tun, dass unser Glaube nicht aufhört?

Wenn Menschen nicht mehr miteinander reden, ist ihre Beziehung gestört oder kaputt. Wenn wir nicht mit Gott reden, brechen wir die Beziehung zu ihm einseitig ab. Jesus hört nicht auf, für uns zu beten.

Gott spricht zu uns in seinem Wort. Fast die Hälfte der Bürger in Deutschland besitzt eine Bibel, aber nur die wenigsten lesen regelmäßig darin. Bei wie vielen kleben die Seiten noch aneinander. Das ergab eine Umfrage eines Meinungsforschungsinstituts im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

Wenn wir möchten, dass unser Glaube nicht aufhört oder neu entfacht wird, sollten wir uns die Bibel wieder zur Hand nehmen und lesen. Und wer keine Bibel hat, kann auch im Internet den Bibelserver anklicken. Da gibt es verschiedene Übersetzungen.

Beim Lesen wird das Vertrauen wachsen, dass das, was im Wort Gottes steht, für mein Leben gut ist. Das wird unser Handeln beeinflussen.

Auch mit anderen Christen zusammen zu sein inspiriert und stärkt den Glauben.

Das also kann ich tun: Gebet, Gottes Wort lesen und tun und die Gemeinschaft mit Christen suchen. Aber das wichtigste ist, dass Jesus verspricht, für uns zu beten. Darum: Anfangen mit dem Glauben – das ist die beste Entscheidung.

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