/ Wort zum Tag

Umkehr heißt Richtungswechsel

Matthias Rapsch über Hesekiel 14,6.

Bibelvers

So spricht Gott der HERR: Kehrt um und wendet euch ab von euren Götzen.

Hesekiel 14,6

Was für eine Ansage!. Der Prophet Hesekiel muss vor 2600 Jahren dem Volk Israel im Namen Gottes ausrichten: „Kehrt um und wendet euch ab von euren Götzen.“ Das heißt: Hesekiel streicht mit seiner Botschaft dem Volk Israel nicht Honig um den Mund, sondern redet Klartext.  Das Volk Israel befand sich in der Gefangenschaft in Babylon. Weit weg vom Tempel - weit weg vom Haus Gottes und  seiner Gegenwart geriet das Volk Gottes in eine tiefe Krise. Brennende Fragen stellten sich: „Sollte Gott seine Leute vergessen und an dieses heidnische Volk preisgegeben haben? Sollte Gott gar die Zügel seiner Herrschaft aus der Hand gegeben haben? Sollte man es nicht doch mal mit den anderen Göttern und Götzen probieren? Die Babylonier schienen damit doch gut zu fahren?“ Mitten in diese bohrenden Fragen und Zweifel versuchten falsche Propheten zu beschwichtigen: „So schlimm ist die Lage doch nun auch nicht. Nun mal halblang. Die Sonne scheint und wir haben Frieden. Bald werden wir wieder zu Hause in Jerusalem sein. Doch sie hatten die Rechnung ohne Gott und seinen Propheten Hesekiel gemacht.

Mitten in ihre Fragen und Zweifel und quer gegen den Zeitgeist dröhnen die Worte Hesekiels: „Kehrt um und wendet euch ab von euren Götzen.“ Damit wird deutlich, dass sich das Volk Gottes die Gefangenschaft in Babylon selbst eingebrockt hat. Sie saßen an den Flussufern Babylons, weil sie sich vom lebendigen Gott entfernt hatten. Wenn die Stadtmauer tiefe Risse hat, dann nützt es gar nichts, wenn darüber weiße Farbe gestrichen wird. Der Schaden sitzt tiefer. Er sitzt sogar mitten im Volk Gottes. Vielleicht haben sich die Israeliten damals mit anderen Göttern und Religionen aus falsch verstandener Toleranz eingelassen. Warum sollte man sich nicht überall was Gutes herausholen und dann mit einigen Versatzstücken des eigenen Glaubens vermischen?  Ob wir heute davon so weit weg sind? Wie oft reden wir nicht klar und deutlich, weil uns das keinen Beifall einbringt? So wird in unserem Land häufig davon gesprochen, dass wir einen demographischen Wandel haben. Es gibt immer mehr ältere Menschen und immer weniger Kinder, sodass die Renten nicht mehr sicher sind. Ob wir dabei auch daran denken, dass es allein in Deutschland seit 1974 fast jedes Jahr über 100.000 Abtreibungen gegeben hat?

Es gibt nur einen Weg aus der Misere: Umkehr. Das heißt Richtungswechsel. Ihr habt euch verrannt. Eure eigenen Wege enden in der Sackgasse. Da kommt ihr nicht weiter. Wendet euch wieder dem lebendigen Gott zu. Dann kommt euer Leben in die richtige Spur. So stellt Gottes Wort zum einen eine klare Diagnose: du hast dich verlaufen in deinem Götzendienst. Du bist vor Gott und Menschen schuldig geworden. Dein Lebenshaus hat Risse. Beim nächsten Sturm wird es einfallen. Und zum anderen bringt Gottes Wort auch die Heilung. Wenn Du umkehrst und dich deinem Gott wieder zuwendest, dann wirst du leben. Noch viel eindringlicher und klarer wird der Ruf, den der lebendige Gott in seinem Sohn Jesus für alle Menschen gebracht hat. Jesus bringt es am Ende seiner programmatischen Rede, der Bergpredigt im Matthäusevangelium Kapitel 7, auf den Punkt: Wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Felsen baut. Jesus hat sich selbst dafür nicht verschont. Er hat für unsere Schuld und für die Dinge, die uns wichtiger als die Beziehung zu Jesus geworden sind, sein Leben geopfert. Er hat uns auf Golgatha herausgekauft aus der Sklaverei des Götzendienstes. Und wer sich jetzt an ihn wendet, umkehrt und ihn neu anruft, der wird wirklich frei.  Dankbar über sein großes Geschenk der Vergebung werden wir jetzt das tun, was Jesus uns sagt, und andere dazu mutig und fröhlich einladen.


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