/ Wort zum Tag

Gedanken zur Tageslosung

Bibelvers

Die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte.

1. Mose 3,6

Welchen Nutzen hätte der Mensch, wenn er die ganze Welt gewönne und verlöre sich selbst?

Lukas 9,25

Diese Szene kennt man: 1. Mose 3, Vers 6: Eva „sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, und er aß“.

Aber Gott hatte gesagt: Finger weg von diesem einen Baum und seinen Früchten!

So ist das: Die Dinge stellen sich in einem günstigen Licht dar. In Evas Augen war an diesem Baum nichts auszusetzen; im Gegenteil. Allem Anschein nach konnte es nicht schaden, von seinen Früchten zu essen. Sie schmeckten wohl angenehm und schienen bekömmlich. Der Eindruck war in keiner Weise abstoßend. Außerdem würde man dazulernen, neue Erfahrungen machen, wenn man es damit versuchte. Wer möchte nicht 'klüger' werden? Es wäre dumm, sich dagegen zu sperren; es wäre ein Versäumnis.

Und dann kommt der kritische Moment. Du musst dich entscheiden: Sage ich zu oder lehne ich ab? Nehme ich an oder weise ich zurück? Greife ich zu oder verzichte ich? - Zwar ist ein Wort Gottes in Erinnerung, das dagegen spricht; aber im Ganzen scheint es doch 'eine gute Sache' zu sein.

Dann hebt man bei der Abstimmung – in Synode oder Parlament – die Hand; oder man streckt sie anderswo aus, greift zu, probiert. Alle Tage wiederholt sich überall auf der Welt, was die Bibel von Eva berichtet.

Und sie verhält sich dabei durchaus sozial. Egoismus kann man ihr nicht nachsagen. Von 'niedrigen Motiven' ist keine Rede. Sie eignet sich das gute Neue nicht einfach an, sondern teilt es. Sie gibt auch ihrem Mann etwas von der verlockenden Frucht. Und er hat nichts dagegen.

Paulus aber ruft in einem zweiten Bibelwort für diesen Tag dazwischen: Greif nicht zu! Streck die Hand nicht aus! Mach nicht mit! Hebe nicht die Hand! Denn es ist nicht gut. Es ist nicht richtig. So sündigt man. Im Römerbrief, Kapitel 6, Vers 13 schreibt er: Stellt eure Glieder nicht der Sünde zur Verfügung als ausführende Organe für das , was nicht  richtig ist, bzw., wie unsere Bibelübersetzung  lautet: „als Waffen der Ungerechtigkeit“.

Man muß nämlich in seine Entscheidungen Gott einbeziehen. Wofür ich meine Hand hebe oder wonach ich sie ausstrecke, -  das muss mit Gott abgesprochen sein. Wofür ich meine Glieder in Bewegung setze, - das muss sich nach dem Wort Gottes richten und nicht nach dem Augenschein und meinem eigenen Gutdünken, oder dem anderer.

Zwar ist Eva die Urmutter aller Lebenden, und so, wie sie, verhalten sich alle.

Aber Paulus schreibt an Christen: Von euch, sagt er, ist etwas anderes zu erwarten. Ihr seid getauft. Und ihr wisst doch, was das bedeutet: Ihr geltet als wiedergeboren. Euer Leben nach dem 'Modell Eva' ist 'gestorben'. Ihr  seid 'auferweckt' zu einem Leben nach dem 'Modell Jesus'; das heißt: Ihr gehört Gott und richtet euch nach Ihm. „Stellt euch also Gott zur Verfügung als solche, die tot waren und nun lebendig sind“. Eure Glieder sollen dabei als ausführende Organe für das Richtige verwendet werden, sozusagen als „Waffen der Gerechtigkeit“.

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