/ Wort zum Tag

Eine unmissverständliche Aufforderung

Bibelvers

Bekehrt euch, ein jeder von seinem bösen Wege und von euren bösen Werken.

Jeremia 25,5

Der Bibelvers ist eine unmissverständliche Aufforderung des Propheten Jeremia an die Einwohner von Jerusalem und Juda: „Bekehrt euch, ein jeder von seinem bösen Wege und von euren bösen Werken“, Jeremia 25,5.  Mit diesen Worten fasst er seine Botschaft zusammen, die er schon 23 Jahre lang an das Volk gerichtet hatte.

23 Jahre lang die gleiche Botschaft in immer wieder neuen Worten. Hatte er denn nichts anderes zu sagen? Nein, Gott hatte ihm nichts anderes aufgetragen. Schließlich war auch die Sünde des Volkes die gleiche geblieben. Statt den Verheißungen Gottes zu vertrauen, suchte das Volk Israel Hilfe in politischen und militärischen Bündnissen. Statt den lebendigen, ewigen Gott zu ehren, betete es fremde Götter an und verehrte Götzenbilder. Nun ist das Maß voll und Gott kündigt an, dass durch den König Nebukadnezar die Zerstörung der Stadt und die Vertreibung des Volkes kommen wird.

Das ist eine traurige Geschichte. - Aber keine traurige Geschichte im Sinne einer literarischen Erzählung. Das ist traurige Geschichte: ein trauriges, historisches Ereignis. Aber ist es wirklich nur Historie?

Wenn ich heute die gesellschaftliche, soziale und juristische Lage unseres Volkes betrachte, dann ist die Aufforderung des Propheten genauso angebracht, wie vor 2600 Jahren an das Volk Israel. „Bekehrt euch, ein jeder von seinen bösen Wegen und von euren bösen Werken!“

Der Glaube an die Selbstverwirklichung als Weg zur Erfüllung, die Jagd nach dem Götzen Geld zur Befriedigung eigener Wünsche auf Kosten anderer, vermeintliche Toleranz, die die Meinung anderer lächerlich machen will und vieles andere mehr zeigen, dass etwas faul ist im Staate Deutschland. Im Jahre 500 nach der Reformation wird dem Wort Gottes in Deutschland kaum Beachtung geschenkt. Die Ordnungen Gottes für das Leben der Menschen gelten allgemein als überholt, als nicht zeitgemäß. Wer dennoch daran festhält und sie verkündet, wird als Fundamentalist abgestempelt.

Ich denke, der Vergleich mit den Zeiten Jeremias ist gar nicht so weit hergeholt. Unser Volk will überwiegend die Ordnungen Gottes nicht beachten; ja, es will sie noch nicht einmal hören. Und wer sie trotzdem verkündigt, scheint vergeblich zu arbeiten. Zumal von Seiten mancher Theologen erklärt wird, dass Gottes Wort heute anders zu deuten sei wie zur Zeit der Reformation.

Nichtsdestotrotz gilt der Ruf des Propheten auch uns heute: „ Bekehrt euch, ein jeder von seinem bösen Wege und von euren bösen Werken.“ Nur durch Buße, also Umkehr zu Gott, kann ein Volk heil werden und Unheil abgewendet werden.

Jeremia war davon tief überzeugt. So hat er jahrelang im Auftrag Gottes zur Buße aufgefordert, obwohl er keinen Erfolg hatte. Christen sollten sich an ihm ein Beispiel nehmen und nicht nachlassen, den Auftrag ihres Herrn Jesus zu erfüllen, nämlich das Evangelium allen Menschen zu sagen. Das Evangelium enthält den Ruf zur Umkehr. Und es enthält die Zusage der Errettung vor dem Gericht. Es ist traurig, wenn Menschen diesem Ruf nicht folgen und die Errettung nicht annehmen. Aber es ist noch trauriger, wenn die Nachfolger von Jesus Christus den Auftrag ihres Herrn verleugnen.

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