/ Wort zum Tag

„Geheiligt werde dein Name!“

Bibelvers

Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt.

Matthäus 6,9

Neulich wurde ich in meinem hiesigen Schützenverein geehrt. Für gute Leistungen in einer Disziplin bekam ich eine Anstecknadel als Auszeichnung. Diese wurde mir mit den Worten übergeben: „Gut gemacht!“ Kurz und bündig, aber Lob muss ja nicht immer ausschweifend und umständlich sein.

Als ich noch in der Diakonie arbeitete, bekam ein Kollege von mir das Kronenkreuz der Diakonie verliehen. Ein Lob in Form eines Symbols. Eine Ehrung für lange Dienste im kirchlichen Sozialbereich. Darüber hinaus als Zeichen der Ermutigung für langjährige Mitarbeiter gedacht.

Für mich ist es eine große Ehre, wenn ich für mein Tun gelobt werde, noch dazu in aller Öffentlichkeit. Ich fühle mich wert geachtet und anerkannt von anderen Menschen, weil ich etwas getan habe, was Lob verdient. Das freut mich, dass meine Mühe und Arbeit damit gut bewertet wird, und gibt mir Mut. Ich finde bestätigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich fühle mich geehrt, dass andere Menschen meine Leistung honorieren.

Wie sieht das in Bezug auf Gott aus? Will Gott überhaupt Lob von Menschen? Ist er daran interessiert? Ich denke ja. Im Matthäus-Evangelium hat Jesus seine Jünger ein Gebet gelehrt. Darin erkennt man deutlich, dass Gott das Lob von Menschen gut findet. „Dein Name werde geheiligt!“, so sollen die Menschen beten, wenn sie Gott loben wollen, sagt Jesus. Dabei drückt „geheiligt“ die ganz besondere Ehre und das ganz besondere Lob für Gott aus. Gottes Name wird in diesem Gebet von Jesus ebenfalls vorgestellt: „Unser Vater im Himmel“ - Gott war für Jesus der Vater und will es auch für die sein, die durch Jesus an ihn glauben. Diese Menschen haben etwas von Gott erkannt und erfahren. Ihre Reaktion ist einfach und ungezwungen: Sie loben Gott, ihren Vater.

Jesus hat erstmals Gott als seinen Vater vorgestellt und er hat ihn als guten Vater vorgestellt. Einen Vater, dem man vertrauen kann. Der nicht willkürlich handelt, der nichts Böses mit dem Menschen im Sinn hat. Der ihn in seinem schwachen Zustand und seiner Begrenzung nicht sich selbst überlässt. Dieser Vater weiß, dass der Mensch auf Hilfe und Unterstützung durch einen Größeren angewiesen ist. Er möchte sein Wohlwollen den Menschen zeigen. Dieser Vater möchte durch Jesus den Menschen letzten Endes herausreißen aus seiner Gottlosigkeit, dem Leben ohne Gott. Der den Glauben des Menschen wertschätzt und in ihm ein neues Leben für jeden Menschen angelegt hat. Gewaltig, oder?

Ich mache diese Erfahrung Tag für Tag mit Gott. Ich selbst bin von ihm aus meiner Gottlosigkeit herausgerissen worden. Ohne Gott würde mein Leben nicht gelingen, das weiß ich genau. Ich kann mich darauf verlassen, dass er mir treu ist und mir immer wieder sein Wohlwollen zeigt.

„Gott ist gut“, kann ich mit drei Worten sagen und ihn damit loben und ehren. Weil es stimmt. Kurz und bündig, aber Lob muss ja nicht immer ausschweifend und umständlich sein. Ich will ihn dafür loben, dass er sich mir als einfachem Menschen verbindlich gemacht hat. Dass er mir eine begründete Hoffnung gibt, die mich weiterleben lässt. Dass es mit dem Tod nicht einfach aus ist mit meinem Leben. Es geht weiter für mich, weil Gott weiter mit mir geht. „Geheiligt werde Dein Name!“

 


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