/ Wort zum Tag

Erzählen Sie, wem Sie glauben!

Monika Scherbaum über 1. Johannes 4,14.

Bibelvers

Wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt.

1. Johannes 4,14

Der Apostel Johannes schreibt dies vor vielen Jahren als kurzes Bekenntnis - heute wäre es eine Twitter-Nachricht. Ein knackiges Glaubensbekenntnis:

„Wir haben gesehen, wir bezeugen, Gott ist Liebe und er hat Jesus geschickt als Heiland der Welt.“

Vielleicht gehört für einige von uns der Glaube so selbstverständlich zu unserem Alltag wie Internet, Aldi und McDonalds. Christ ist, wer Jesus Christus als den Sohn Gottes erkannt hat, der für die Sünden der Menschen gestorben ist und glaubt, dass Jesus der Weg zum ewigen Leben ist. Für uns ist der Glaube wichtig. Für viele andere Menschen jedoch nicht.

Wieder andere Menschen beschäftigen sich in Ausnahmesituationen mit dem Glauben: In dem Moment, wenn Leben im Umbruch oder in Spannungen ist. Ich möchte die Worte des Apostel Johannes heute persönlich nehmen. Als Aufforderung zu bezeugen, darüber reden wo und wie ich Gott als Vater, Jesus als Heiland erlebt habe. Weil es das Beste ist, was mir passieren kann.

Doch wenn das Reden über unseren Glauben so einfach wäre. Ich frage mich: „Wie und wann soll ich etwas sagen?“ Vielleicht ist es wirklich ganz einfach. Mir gefällt zur Verdeutlichung die kleine Geschichte von den blinden Menschen und dem Elefanten:

Es war einmal ein kleines Dorf in der Wüste. Alle Einwohner des Dorfes waren blind. Eines Tages kam dort ein großer König mit seinem Heer vorbei. Er ritt auf einem gewaltigen Elefanten. Die Blinden hatten viel von Elefanten gehört und wollten gerne herantreten, den Elefanten berühren und untersuchen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, was das für ein Tier sei.

Einige von ihnen - vielleicht die Gemeindeältesten - traten vor, und baten um die Erlaubnis, seinen Elefanten berühren zu dürfen. Der eine packte ihn beim Rüssel, der andere am Fuß, ein dritter an der Seite, einer reckte sich hoch auf und packte das Ohr, und einer durfte sogar auf dem Rücken des Elefanten reiten. Entzückt kehrten sie ins Dorf zurück, die anderen fragten, was ist der Elefant für ein Tier.

Der Erste sagte: „Es ist ein großer Schlauch, der sich hebt und senkt.“ Der Zweite sagte: „Es ist wie eine mit Haut und Haaren bekleidete Säule." Der, der ihn am Ohr gepackt hat, sagte: „Es ist keineswegs eine Mauer, es ist ein dicker, dicker Teppich der sich bewegt, wenn man ihn anfasst." Und der Letzte meinte: „Was redet ihr für Unsinn? Es ist ein gewaltiger Berg, der sich bewegt!" So einfach - nicht wahr? Die blinden Menschen in der Geschichte haben einfach erzählt, was sie erlebt und erfahren haben.

Ich lade Sie ein nachzuforschen: Wo und wie habe ich Jesus in letzter Zeit besonders erfahren? In welcher Situation hat mir ein Wort aus der Bibel neuen Mut und Kraft gegeben?  Wo hat Gott mich in letzter Zeit überrascht?  Und dann erzählen sie es.

Oder machen Sie es wie Frieda. Sie hält keine Predigten, doch sie verteilt gedruckten Glauben. Stets hat sie einige Karten in der Tasche mit einem Bibelwort zum Weitergeben. Ihre Art, über den Glauben zu reden.

Oder handeln sie wie Klaus. Er ist technisch begabt und seit vielen Jahren unterwegs, um Werbung für den christlichen Radiosender ERF zu machen. Glauben weitergeben, über den Glauben reden, ist bei ihm praktisch: „Komm ich helf dir, dass du den Sender einstellen kannst.“

Auch Eva ist für mich ein Vorbild: „Schau, ich schick meinen wichtigen Bibelvers mit WhatsApp weiter“.

Für uns alle bedeutet das - egal wie wir es bezeugen: Wenn wir Gott unser Herz gegeben haben, weil wir verstanden haben, Jesus ist der Heiland der Welt, er hat mit meinem Leben eine Geschichte begonnen, dann sollten wir nicht aufhören, die biblische Geschichten zu erzählen: Die Geschichte vom verloren Sohn, die Geschichten von Zachäus, Matthäus und Bartimäus. Die Geschichte vom Kreuz und der Auferstehung. Die Geschichte von Jesus, seiner Erlösung für mein kleines Leben und der Zusage: Ich bin bei euch an jeden Tag. Erzählen sie es weiter. Heute. Gott segne sie!


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