/ Wort zum Tag

Eine "heiße" Predigt in der heißen Wüste

Renate Windisch über Lukas 3,8.

Bibelvers

Johannes der Täufer sprach: Bringt Früchte, die der Umkehr entsprechen! Und fangt nicht an, euch zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater.

Lukas 3,8

Johannes der Täufer hatte eine außergewöhnliche theologische Ausbildungsstätte - oder Universität: Von Gott selbst wurde er in der Wüste für seinen Dienst als Wegbereiter für Jesus Christus vorbereitet.

Er war ein Verwandter von Jesus. Die Mutter von Jesus besuchte seine Mutter Elisabeth während ihrer Schwangerschaft mit Johannes. Johannes der Täufer lebte bis zu diesem Zeitpunkt seines Auftrages an einem sehr einsamen heißen und wasserarmen Ort. Eine große Menschenmenge aus der Stadt Jerusalem, aus ganz Judäa und allen Ländern um den Jordan kamen zu ihm hinaus in die Wüste. In Jesaja und Maleachi war sein Kommen schon prophetisch vorausgesagt. Seine Anrede der Zuhörer "Ihr Schlangenbrut" hatte eine besondere Bewandtnis. Er wollte ihnen im Gegensatz zu dem Herrschaftsbereich des Bösen - der Schlange - einen neuen Herrschaftsbereich vor Augen stellen und fragte sie ganz konkret: „Wer hat euch gewiss gemacht, dass ihr dem zukünftigen Zorn Gottes entrinnen werdet?"

Er wollte sie aus einer falschen Sicherheit - wir sind ja das auserwählte Volk Gottes und haben Abraham als Urvater - aufrütteln. Johannes rief seine Zuhörer auf: „Bringt rechtschaffene Früchte der Buße.“ Das war keine schmeichelhafte, angenehme und sanfte Predigt. Würden Sie heute als Kirchen- oder Gemeindevorstand einen solchen Pfarrer oder Pastor einstellen wollen?

Aus dem Zusammenhang geht hervor, wie betroffen seine Zuhörer waren. Sie fragten bestürzt: „Was sollen wir tun?“ Johannes lässt sie nicht im Unklaren. Er gibt ihnen ganz praktische Alltagsregeln, wie die persönliche Buße aussehen kann: "Wer zwei Hemden hat, gebe eines dem ab, der keines hat.“ „Wer etwas zu essen hat, teile es mit dem der nichts hat.“ Den Zöllnern erklärte er: „Fordert keine Extrasteuer, nur das, was korrekt ist.“ Zu den Soldaten sagt er: „Tut niemand Gewalt oder Unrecht und seid mit eurem Lohn zufrieden.“ Die konkreten Hilfen, die Johannes der Täufer den einzelnen Menschen in ihrem Berufsumfeld gab, zeigen ganz deutlich, was Buße heißt: Sinnesänderung, also ändern der Gedanken. Genau das ist für jeden von uns heute noch hochaktuell. Buße bedeutet auch: Es findet ein Herrschaftswechsel im Leben statt. Wenn Sie entdecken: „Ich habe bis jetzt ohne Gott gelebt und vieles falsch gemacht.“ Dann steht in der Bibel für Sie eine Zusage: „Wer seine Missetat“ - also falsches Verhalten – „bekennt und lässt, dem wird es gelingen.“ (Sprüche 28,13)

Kurt Scherer drückt es so aus: „Heute will ich an meinen Schattenseiten arbeiten, um auch als Persönlichkeit zu reifen.“

Es ist ein großer Unterschied, ob Sie über Gott und Jesus Christus informiert sind oder ob sie jemals Ihr Leben Jesus Christus anvertraut haben. In Manfred Siebalds Lied kommt es klar zum Ausdruck „Es geht ohne Gott in die Dunkelheit, aber mit ihm gehen wir ins Licht.“

Genau das ist am Karfreitag vor über 2000 Jahren geschehen. Als Jesus Christus am Kreuz verstarb, herrschte plötzlich am hellen Tage drei Stunden totale Finsternis. Aber ER hat das Dunkle und die Macht des Bösen überwunden. ER sagt von sich selbst: „Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8,12) Ihr Leben wird dann nicht mehr von ihrem alten Ich bestimmt, sondern von dem auferstandenen Christus, der dann anfängt in Ihnen zu leben.

Wagen sie doch diesen Schritt der Umkehr. Lassen Sie Ihre Gedankenwelt von dem Sohn Gottes bestimmen. Bleiben Sie nicht länger im Machtbereich der Dunkelheit und des Bösen.


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