/ Wort zum Tag

Gib acht auf deine Gedanken!

Bibelvers

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus noch alles, was sein ist.

5. Mose 5,21

Einmal im Jahr öffnen die Ministerien in Berlin ihre Türen für Besucher. Ich war neugierig, wie es im Innenministerium aussieht. Es wurde eine Menge dort geboten. Die GSG 9, die Spezialtruppe der Bundespolizei, zeigte, wie schnell sie sich von Hauswänden abseilen kann. Experten gaben Tipps zum Schutz vor Einbrechern und Taschendieben. Und es wurde gezeigt, wie leicht Hacker in unsere PCs eindringen  -  und wie wir uns davor schützen können. Sicherheit in unserem Land und für unser Eigentum – dafür setzt sich dieses Ministerium ein. Schlimm, dass Sicherheit nicht etwas Selbstverständliches ist. Schlimm, dass es Menschen gibt, die das Eigentum anderer nicht respektieren. Wie gut, dass es nicht nur eine Polizei gibt, sondern auch, dass es Gesetze gibt, die klar stellen, was erlaubt und was verboten ist.

Viele unserer Gesetze heute beruhen auf Regeln, die Menschen schon vor mehr als 3.000  Jahren formuliert haben. Auch in der Bibel sind solche Regeln niedergeschrieben. Gott hat sie durch den Propheten Mose seinem Volk gegeben. Darin ist unter anderem festgelegt, wie mit dem Eigentum des Mitmenschen umgegangen werden soll: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus noch alles, was sein ist.

Offensichtlich wurde auch schon vor über 3.000 Jahren betrogen und gestohlen. Auch damals brauchte es schon Gesetze, die regelten, was verboten ist, und welche Strafen demjenigen drohen, der gegen das Gesetz verstößt. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus noch alles, was sein ist.
Wenn ich genau hinhöre, dann geht es nicht nur darum, dass ich dem anderen nichts wegnehmen soll. Sondern es geht noch tiefer: Ich soll gar nicht erst das begehren, was dem anderen gehört. Ich soll es mir gar nicht erst wünschen. Ich soll nicht neidisch sein auf das, was der andere hat. - Das ist eine große Herausforderung.

Ich habe überlegt, warum dieses Gesetz in der Bibel so streng formuliert wird. Ist es nicht so? - Aus Gedanken werden Worte. Und aus Worte werden Taten. Wenn ich Schlechtes denke, werde ich es irgendwann auch aussprechen. Und wie weit – oder wie nahe - ist der Weg vom schlechten Reden zum schlechten Tun? Um nicht zum Täter zu werden, ist es wichtig, dass ich nicht nur mit meinen Worten, sondern auch schon mit meinen Gedanken sorgsam umgehe. Und so, wie es sich die Polizei auch zur Aufgabe macht, dass Straftaten gar nicht erst entstehen, so wie ich Tipps bekommen habe, wie ich mich schützen kann, damit ich nicht zum Opfer werde, so erklärt mir Gott, wie ich mich vor mir selber schützen kann, damit ich nicht zum Täter werde:

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus noch alles, was sein ist. Damit aus Gedanken keine Worte werden und aus Worten keine Taten.

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