/ Wort zum Tag

Gott kann die härtesten Herzen zum Gebet bewegen

Hartmut Giessler über Jona 2,8

Bibelvers

Als meine Seele in mir verzagte, gedachte ich an den HERRN, und mein Gebet kam zu dir.

Jona 2,8

Als meine Seele in mir verzagte, gedachte ich an den HERRN, und mein Gebet kam zu dir. (Jona 2,8)
Als Jona diesen Satz betet, sitz er noch im Bauch des Fisches.

Eine unbeschreibliche Situation. Eine der tiefsten Tiefen die ein Mensch erleben kann. Gott hatte ihn dahin gebracht, aber Jona selbst war daran schuld. Gott hatte ihm den Auftrag gegeben in Ninive Gericht zu predigen. Aber Jona hatte die Sorge Gott könnte gnädig sein. Er wollte nicht, das die Leute von Ninive Gottes Gnade erfahren. Das gönnte er den Heiden nicht. Er war nicht bereit nach Ninive zu gehen und machte sich auf zu fliehen. Er war sich ganz sicher, dass er das Richtige tut. Kein Weg war ihm zu weit, kein Schiff war ihm zu teuer. Als der Sturm kam konnte er ruhig schlafen, er hatte kein schlechtes Gewissen. Und als die Seeleute wussten das der Sturm wegen ihm war, war er nicht bereit umzukehren, sondern bereit in den Tod zu gehen. Aber es gibt Situationen, die sind schlimmer als der Tod. Als er drei Tage im Bauch des Fisches ist fängt er an zu beten. Gott kann den stolzesten Geist dazu bringen sich zu beugen, die härtesten Herzen bewegen zum Gebet. Es ist nicht Strafe oder Zorn, sondern die Güte Gottes, die zur Umkehr leitet.

Mit einem Mal weiß Jona wieder von der Güte und Größe Gottes, er weiß das sein Gebet erhört wird, er weiß um seine Rettung, und dafür preist er seinen Gott.

Er sitzt immer noch im Bauch des Fisches, es hat sich noch nichts geändert. Er weiß nicht, das Gott ihm nach diesem vertrauensvollen Gebet an Land bringt. Er weiß nicht wie, aber er weiß das Gott handeln wird.

Auch die Tiefen, in die wir uns manchmal selber bringen, kann Gott gebrauchen um uns Menschen zur Umkehr zu bewegen, aber es ist immer sein unbegreifliche Liebe und Güte.

Es gibt keinen Ort, keine Situation wo Gott nicht wäre. Ich kann noch so einen falschen Weg gehen, seine Güte lässt mich nicht los.

Das will ich von Jona lernen: egal in welcher Lage ich bin, ich will mich meinem Gott vertrauensvoll hingeben. Vertrauen, obwohl ich noch nichts sehe. Ob ich bete für einen Kranken das er gesund wird, oder für den der auf falschem Wege ist, für den der noch nichts von Jesus wissen will. Ich will Gott mehr vertrauen als dem was ich sehe. Die Gewissheit das Gott handelt liegt freilich nicht in meinem Glauben sondern in der Größe Gottes begründet.

Jesus hat mit seinem Sieg über Hölle, Tod und Teufel vorgearbeitet. Gott ist nichts unmöglich, ER will uns segnen. Das erinnert mich an Hebr. 10,35 „werft euer Vertrauen nicht weg, denn eine große Belohnung wartet auf euch.“


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