/ Wort zum Tag

Sprit für die Seele

Siegfried Meier über Apostelgeschichte 2,33

Bibelvers

Petrus sprach: Da Jesus nun durch die rechte Hand Gottes erhöht ist und empfangen hat den verheißenen Heiligen Geist vom Vater, hat er diesen ausgegossen, wie ihr seht und hört.

Apostelgeschichte 2,33

Der Wagen schaffte es gerade noch von der Autobahn herunter. Dann stotterte er, blieb kurz stehen, machte einen ruckartigen Satz nach vorne und kroch ein paar Meter weiter, um dann stehen zu bleiben. Die Tankanzeige war schon seit Kilometern ganz am Rand, jetzt war wohl auch der letzte Tropfen Kraftstoff verbraucht. Was nützt das schönste Auto, wenn es nicht mehr fährt? Wenn da nicht immer wieder nachgefüllt wird, läuft gar nichts mehr.

 Das ist mein Bild von der Gemeinde Gottes, die weder mit dem Heiligen Geist rechnet noch ihn im Gebet herbeisehnt. In der Pfingstgeschichte – sagt Petrus nach dem Bericht der Apostelgeschichte (2, 33): „Da Jesus nun durch die rechte Hand Gottes erhöht ist und empfangen hat den verheißenen Heiligen Geist vom Vater, hat er diesen ausgegossen, wie ihr seht und hört.“ In wenigen Worten zeichnet Petrus die Ereignisse der Jahre nach, die er mit Jesus Christus erlebt hat: Jesus wurde erhöht, er wurde nach seinem Tod am Kreuz am dritten Tage auferweckt und nach vierzig Tagen in den Himmel aufgenommen. Er sagte seinen Jüngern, sie sollten zu Jerusalem warten, dann würde die Verheißung des Propheten Joel Wirklichkeit, dass Gott seinen Geist ausgießen würde. Was mögen sich die Zeitgenossen darunter vorgestellt haben? Sie waren immer nur besonderen Trägern des Geistes Gottes begegnet, David oder Saul, eben die Könige, oder auch die Propheten. Nun sollte der Geist auch den einfachen Leuten zugutekommen, ausgegossen wie aus einer Gießkanne? Schwer vorstellbar. Eine Gabe im Überfluss, die den Weg Gottes in der Welt klarer sehen lässt.

Und Petrus sagt: Schaut euch doch um. Vielleicht kennt ihr uns, Fischer aus dem Norden, einfache Leute, auch nicht besonders mutige. Jesus Christus stellt uns hier mitten auf den Platz, wir verkündigen die großen Taten Gottes, dass sie alle hören und verstehen können, wir reden von Jesus Christus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen, durch dessen Tod und Auferstehung Heil für die ganzen Völker entsteht. Daher müssen und sollen es die Völker wissen. Dazu stehen wir hier. Gott schenkt den Heiligen Geist nicht mehr nur an die Propheten, sondern auch uns. Wie ihr seht und hört. Ein neues Kapitel in der Geschichte Gottes mit den Menschen, dass es alle erfahren – und dass in der Kraft dieses Heiligen Geistes alle Völker vom rettenden Jesus Christus erfahren sollen. Und an ihm bleiben sollen. Damit ihnen auf dem Weg nicht der Sprit ausgeht. Oder der Spirit, der Geist. Gottes Tun macht uns zu einem Teil seiner Geschichte. Darum beten wir Christen damals wie heute, täglich: Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist!


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