/ Wort zum Tag

Gottes Friedensbewegung

Bibelvers

Petrus sprach: In jedem Volk, wer Gott fürchtet und recht tut, der ist ihm angenehm. Er hat das Wort dem Volk Israel gesandt und Frieden verkündigt durch Jesus Christus, welcher ist Herr über alle.

Apostelgeschichte 10,35–36

Ein chinesisches Märchen:  Als der Krieg zwischen den beiden benachbarten Völkern unvermeidlich war, schickten die feindlichen Feldherren Späher aus, um zu erkunden, wo man am leichtesten in das Nachbarland einfallen könnte. Und die Kundschafter kehrten zurück und berichteten ungefähr mit den gleichen Worten ihren Vorgesetzten: es gäbe nur eine Stelle an der Grenze, um in das andere Land einzubrechen.

„Dort aber“, sagten sie, „wohnt ein braver kleiner Bauer in einem kleinen Haus mit seiner anmutigen Frau. Sie haben einander lieb, und es heißt, sie seien die glücklichsten Menschen der Welt. Sie haben ein Kind. Wenn wir nun über das kleine Grundstück in Feindesland einmarschieren, dann würden wir das Glück zerstören. Also kann es keinen Krieg geben“. Das sahen die Feldherren denn auch wohl oder übel ein, und der Krieg unterblieb, wie jeder Mensch begreifen wird.

In Syrien wohnt nicht nur e i n braver kleiner Bauer in einem kleinen Haus mit seiner anmutigen Frau und seinem Kind, sondern Tausende von Familien, Menschen, die sich lieb haben, und  Kinder. Dennoch fallen Bomben. Männer, Frauen und Kinder sterben. Wie viel Elend und Leid. Wie viel zerstörtes Glück.

Krisenherde und Kriegsgebiete weltweit. Unsere Zeit ist geprägt von einer großen Friedenssehnsucht mitten im Unfrieden der Welt. Vielleicht wird so viel vom Frieden geredet, weil es so viel Krieg gibt.

Die Geschichte von dem kleinen Bauern und seiner Familie ist eben ein Märchen und ein Märchen geblieben.

Unsere Kräfte allein reichen nicht aus  für den Frieden.  Kein Märchen ist, dass Gott uns seine Friedenshand entgegenstreckt. Seine Friedensbewegung hat schon begonnen. Wir Menschen wollen keinen Frieden auf unsere Kosten. Gott ist anders. Er war nie unser Feind. Er macht Frieden auf seine Kosten. Er will vergeben, nicht vergelten. Gott besiegt uns nicht durch Macht und Gewalt, sondern gewinnt uns durch Liebe. In die Welt der Friedlosigkeit und Zerrissenheit ist der Friedefürst gekommen. Sein Sohn stirbt für seine Feinde, die noch gegen ihn Krieg führen.

Er will, dass aus Feinden schließlich Freunde werden. Jesus Christus ist der Herr, aber seine Herrschaft braucht keine Waffengewalt. Ihm ist alle Macht gegeben, aber er missbraucht sie nicht. Er will uns mit Gott versöhnen -  und die Menschen untereinander. Wer im Frieden mit Gott lebt, erlebt ein Stück Himmel auf Erden.  Der Frieden wächst von innen nach außen. So werden wir friedfertig. Fertig zum Frieden. Das ist auch mehr, als sich aus einem Streit herauszuhalten oder  falsche Kompromisse zu machen auf Kosten der Wahrheit um des lieben Friedens willen. Das wäre fauler Friede.

Die Freundschaft mit Gott gibt uns das Vertrauen, als erster einen alten Graben zu überwinden. Aktiv zu werden. Wer Gott auf seiner Seite hat, kann im Namen seines großen Gottes den kleinen Frieden mitten im großen Unfrieden dieser friedensunfähigen Welt stiften. In Ehe und Familie, zwischen den Generationen, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft. Und auch in der Gesellschaft. Das ist Gott angenehm.

Frieden hat etwas mit unserem Herzen zu tun. Und mit unserem Glauben an Gott.

Das ist ein Friede, der höher ist als alle menschliche Vernunft. Er ist kein Märchen. 

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