/ Wort zum Tag

Von Jesus reden

Bernd Densky über Apostelgeschichte 4,20.

Bibelvers

Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.

Apostelgeschichte 4,20

Der neutestamentliche Lehrtext dieses Tages kommt aus der Apostelgeschichte. In Apostelgeschichte 4,20 heißt es: „Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.“ Die Apostel Petrus und Johannes entgegnen diesen Satz den Ältesten und Schriftgelehrten in Jerusalem. Diese wollen ihnen unter Strafe verbieten, die Auferstehung Jesu Christi zu bezeugen.

Petrus und Johannes hatten auf ihrem Weg in den Tempel im Namen Jesu Christi einen Gelähmten geheilt, der von „Mutterleibe an“ gelähmt war. Beeindruckend, die Worte der Apostel bei der Heilung: „Silber und Gold haben wir nicht; was wir aber haben, das geben wir dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher (Apg 3,6).“ „Sogleich“ – heißt es – „wurden seine Knöchel fest. Er sprang auf, konnte gehen und stehen und ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott (Apg 3,8).“

Die beiden Apostel nehmen die diese Heilung des Gelähmten zum Anlass, um den auferstandenen Jesus Christus zu bezeugen. „Ihn hat Gott von den Toten auferweckt, dessen sind wir Zeugen“, heißt wörtlich im Text.. Und weiter: „Durch den Glauben an seinen Namen hat sein (Jesu) Name diesen, den ihr seht und kennt, stark gemacht; und der Glaube, der durch ihn gewirkt ist, hat diesem die Gesundheit gegeben vor euer aller Augen (Apg.3,16).“

Während die beiden Apostel das Heil und den Glauben in Jesus Christus verkündigen und Menschen zum Glauben finden, treten die die Oberen des Volkes und auch die Wache des Tempels herzu. Sie werfen Petrus und Johannes über Nacht ins Gefängnis. Am nächsten Morgen verhören sie sie. Petrus legt auch vor den Oberen des Volkes Zeugnis für den auferstandenen Jesus Christus ab. „Es ist in keinem anderen das Heil, auch ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir selig werden sollen (Apg 4,12“, als „allein in dem Namen Jesu Christi von Nazareth, den ihr gekreuzigt habt, den Gott von den Toten auferweckt hat; durch ihn steht dieser (ehemals Gelähmte) gesund vor euch (Apg 4,10).“

Als die Oberen des Volkes den Freimut sehen, mit dem die beiden Jünger Zeugnis für den Auferstandenen ablegen, bedrohen sie sie und verbieten ihnen im Namen Jesu zu lehren und überhaupt von ihm zu reden. Auf diese Bedrohung und dieses Verbot antworten die beiden Jünger mit dem heutigen Bibelwort: „Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.“     

Wer oder was hindert uns Christen heute, mit derselben Begeisterung und dem gleichen Freimut Zeuge des auferstandenen Jesus Christus zu sein. Manche hindert es, dass sie persönlich Schweres zu tragen haben. Menschen – und auch wir Christen - erleben Scheitern, Zerbruch, Krankheit, Bedrohung, Erniedrigung, Terror, Gewalt und Tod. In einem nicht geringen Maß tun wir Menschen uns das gegenseitig an. Aber sind das wirklich hinreichende Gründe für ein nicht gelebtes oder ausgesprochenes Zeugnis für den auferstandenen Jesus Christus?

Wir feiern in diesem Jahr 500 Jahre Reformation. Martin Luther lehrt in allem Lebenskampf, Gott zu vertrauen. „Ein feste Burg ist unser Gott.“ Wie oft haben wir dieses Lutherlied schon gesungen. Da heißt es in der 4. Strophe: „Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib; / lass fahren dahin, / sie haben’s kein Gewinn, / das Reich muss uns doch bleiben.“

Christus ist auferstanden. Deshalb erwarten wir Christen die Vollendung seines Reiches. Ich wünsche Ihnen an diesem Tag, dass ihr Leben von dieser Hoffnung bestimmt wird – und, dass Sie an einem Menschen Ihres Umfeldes heute etwas von dieser Hoffnung weitergeben können. „Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.“     


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