/ Wort zum Tag

Was wirklich schützt

Bibelvers

Du, HERR, segnest die Gerechten, du deckest sie mit Gnade wie mit einem Schilde.

Psalm 5,13

Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn jemand von einem Schild redet? Richtig, das ist ein sogenanntes „Teekesselchen“, also ein Wort mit mehreren unterschiedlichen Bedeutungen. Sie denken dann vielleicht zuerst an Verkehrs- oder Hinweisschilder. Sie helfen bei der Orientierung. Sie geben Hinweise für unser Verhalten. Astronomen haben einem Sternbild diesen Namen gegeben. In der Geologie wird es verwendet, und natürlich in der Waffentechnik.

Ein Schild war über viele Jahrhunderte ein mehr oder weniger guter Schutz für Kämpfende. Ein Schild gehörte zur Grundausrüstung. Er war unentbehrlich. Allerdings: Er hat ausgedient. Wir können ihn im Museum bewundern. Doch er hat ein Comeback erlebt. Weltweit arbeiten Experten an Raketenabwehrsystemen. Sie sollen Schutz bieten gegen anfliegende Raketen aller Art. In dem Zusammenhang wird über Schutzschilde gesprochen. Das alles ist mir durch den Kopf gegangen, als ich Psalm 5, Vers 13 las:

„Du, Herr, segnest die Gerechten. Du deckst sie mit Gnade wie mit einem Schild.“ David stellt für sich fest: Ich habe den Gott Israels genau so erlebt, als einen, der mich geschützt, der mich beschützt hat.

Die David-Geschichten machen allerdings auch deutlich: Das war kein Rundumschutz, kein Sorglospaket. Sein Leben hing mehr als einmal am so genannten seidenen Faden. Und vor ganz alltäglichen Fallstricken blieb er auch nicht bewahrt. Er und seine Familie sind mehrere Male nur haarscharf an Katastrophen vorbei geschlittert. Niemals konnte er sich wirklich sicher fühlen.

Dass es nicht zum Äußersten kam, hat für ihn mit Gnade zu tun. Der lebendige Gott hätte David ja einfach laufen lassen können. Aber genau das tat er nicht. Verdient hatte David das nicht. Gott ließ vielmehr Gnade vor Recht ergehen. Aber er hat ihm Schutz und Bewahrung geschenkt, wenn er unterwegs war. Er hat ihn getragen bei Zweifeln und Mutlosigkeit. Er hat ihn auch nach Versagen nicht fallengelassen. Gott hat immer wieder neu mit ihm angefangen. Er hat mit ihm weiter gemacht.

Das führt fast automatisch zu der Frage an Sie, an mich, an uns alle: Wo haben Sie solchen Schutz, oder eben Gottes Gnade erlebt? Wenn Sie ehrlich dabei bleiben, werden Sie feststellen: Das war öfters der Fall, als Sie im ersten Moment meinten. Vielleicht kann so ein Rückblick hilfreich werden und zum Staunen über Gott führen. Vielleicht hilft er aber auch, hier und da einmal darüber zu sprechen. Dadurch könnten andere neuen Mut, neue Hoffnung schöpfen. Das wäre doch eine lohnende Aufgabe für diesen Tag!

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