/ Wort zum Tag

Vom Saulus zum Paulus

Bibelvers

Hananias betete: Herr, ich habe von vielen gehört über diesen Saulus, wie viel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem angetan hat. Doch der Herr sprach zu Hananias: Geh nur hin; denn dieser ist mein auserwähltes Werkzeug, dass er meinen Namen trage vor Heiden und vor Könige und vor das Volk Israel.

Apostelgeschichte 9,13.15

Jesus ist nicht mehr da. Er ist weg. Entschwunden in die himmlische Welt seines Vaters.

Aber er hat seine Leute nicht vergessen. Er ist zwar nicht mehr zu sehen. Aber die Macht, über die er vom Thron Gottes aus verfügt, ist durchschlagend. Er wirft einen Saulus zu Boden und stellt den Christenverfolger so zur Rede, dass dieser sich ergibt. Er erscheint einem Hananias und flüstert ihm etwas ins Herz, was ihn fast überfordert. Er bekommt eine Adresse genannt und soll den erblindeten Saulus aufsuchen. Er sei dort am Beten. Und dies der Erweis, dass er sich wirklich bekehrt hat.

Verständlicherweise hat Hananias massive Vorbehalte und wehrt sich wie Mose vor dem Gang zum Pharao. Schließlich ist dieser Saulus nicht allein. Er hat seine Leute bei sich. Was, wenn die an ihrem Auftrag festhalten und ihn gefangen nehmen?

Aber Hananias wagt es und macht sich mit weichen Knien auf den Weg. Er hatte gehört von Jesu Abschiedswort: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Dann ist es ihm auch möglich, aus dem Christenverfolger Saulus einen Christusverkündiger zu machen, wie Jesus es zugesagt hat. So betritt Hananias das besagte Haus, betet unter Handauflegung für Saulus, dass er wieder sehend wird und kann ihn anschließend taufen.

Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Aber weil es kein Märchen ist, stellt sich die Frage, können wir Gott auch heute noch so etwas zutrauen oder bleiben wir stecken in den beschränkten Möglichkeiten unseres eigenen Denkens und unserer bisherigen Erfahrungen. Dann halten wir zu Christenhassern natürlich Sicherheitsabstand und bleiben in der Deckung.

Ich war tief beeindruckt von dem Film über ein Pastorenehepaar in Syrien. Sie berichteten, dass Gott ihnen klar gemacht habe, sie sollten nicht aus ihrem Land fliehen, sondern in der Liebe Christi den Menschen vor Ort dienen. Und sie taten es trotz Kriegswirren und Bedrohungen.

Nicht weniger beeindruckt hat mich der Bericht des Dominikanerpriesters Herman Groschlin. Er fand auf dem syrischen Schlachtfeld einen erschossenen IS-Dschihadsten und wollte ihn beerdigen. Aber auf dem Transport zeigte der Totgeglaubte plötzlich Lebenszeichen. Wieder bei Bewusstsein berichtete er von schrecklichen Nahtoderfahrungen, die ihn in der Folge zur Umkehr zu Jesus Christus führten. Seine Geschichte soll jetzt auch anderen IS-Kämpfern den Weg zu Jesus zeigen.

Jesus hat alle Macht im Himmel und auf Erden. Auch wenn wir ihn nicht sehen, dürfen wir mit seiner Macht rechnen.

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