/ Wort zum Tag

Biblisches Sorgen-Training

Bibelvers

Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.

1. Petrus 5,7

"Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch", 1. Petrus 5,7

Haben Sie auch bei der diesjährigen Handball WM mitgefiebert? Das war ja zum Teil eine richtige Wonne zuzusehen. Ein tolles Team, das miteinander gekämpft und miteinander gejubelt hat. Da konnte ich mich richtig mitfreuen, wenn der Ball wieder einmal im gegnerischen Tor eingeschlagen hatte. Christsein ist übrigens wie Handballspielen: Wer werfen kann, ist klar im Vorteil!

Der Apostel Petrus formuliert das so: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ Christen sind Sorgenwerfer und Teamplayer. So wie Handballspieler mit aller Kraft versuchen, den Ball ins gegnerische Tor zu werfen, so sollen wir Christen mit aller Kraft unsere Sorgen auf Jesus werfen. So ein Torwurf beim Handball ist ein zielgerichteter Kraftakt. Ähnlich müssen wir auch mit unseren Sorgen umgehen. Sorgen lösen sich nicht von selber auf wie Nebel, auf den die Sonne scheint. Sorgen sind hartnäckiger. Sorgen um den Arbeitsplatz, die Gesundheit, die Familie oder auch um die Weltpolitik können unser Leben so belasten, dass wir am liebsten aufgeben wollen. Deswegen macht der Apostel Petrus uns Mut, unsere Sorgen mit aller Kraft auf Jesus zu werfen. Denn abgesehen davon, dass wir mit unseren Sorgen nichts an unserer Situation verändern, gibt es nur einen Ort, an dem unsere Sorgen am richtigen Platz sind: Bei Jesus! Immer wieder lädt er uns ein: „Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?  Oder:  Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen.“ (Mt 6, 31.34)

Ich lade sie ein, das ruhig auch mal persönlich zu nehmen und auch äußerlich sichtbar zu praktizieren. Schreiben sie die Dinge, die ihnen Sorgen machen auf einen Zettel und werfen sie sie bewusst weg. Ich habe das einmal in einem Gottesdienst  zusammen mit Kindern so gemacht. Sie durften ihre Sorgen auf Zettel schreiben und die haben wir dann gemeinsam nach vorne geworfen zum Altar. Und wenn wir das tun, können wir auch die Befreiung erleben, die dahintersteckt. Aber Christen sind nicht nur Sorgenwerfer, sondern auch Teamplayer. Petrus schreibt hier bewusst in der Mehrzahl! „Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch.“ Es kann für einen Menschen, der über seine Sorgen und Schwierigkeiten nicht mehr hinaussieht, enorm wichtig sein, wenn er merkt, dass er nicht allein ist. Und manchmal können wir einander beim Werfen helfen. Denn hin und wieder bemerken wir bei einem Menschen, den wir kennen, eine gewisse Veränderung. Er lacht seltener, wenn überhaupt. Er zieht sich immer mehr zurück, kommt seltener zum Gottesdienst und man sieht ihn auch sonst immer weniger bei Veranstaltungen der Gemeinde. Da kann es enorm hilfreich sein, diesem Menschen zu zeigen, dass er wichtig ist und dass seine Traurigkeit und Einsamkeit bemerkt wurde. Und vielleicht können Sie dann seine Sorgen mit ihm teilen und ihm helfen, sie auf Jesus zu werfen. Es ist so wohltuend, zu merken, dass da jemand ist, der sich meine Sorgen zu eigen macht. Und genau das ist es ja, was Jesus immer wieder mit uns macht, was er uns anbietet: Lege deine Sorgen nieder – bei mir. Es wäre doch eine prima Sache, wenn es uns wie bei einer Handballmannschaft gelänge, einen Spieler in Position zu bringen, damit er werfen kann. Da braucht es die Mannschaft, sonst entsteht keine Lücke in der Abwehr des Gegners. Und so wie ein Team trainiert, um besser zu werden, so können auch wir – jeder für sich, aber auch gemeinsam – trainieren, damit wir unsere Sorgen nicht unnötig lange mit uns herumschleppen, sondern es lernen, unsere Sorgen auf Jesus zu werfen. Viel Freude beim täglichen Training wünsche ich ihnen!

Cookies helfen uns, Ihr Benutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie unseren Datenschutz und Cookie Richtlinien sowie der Speicherung von Daten im Rahmen des EU-US Privacy Shield zu. Mehr erfahren