/ Wort zum Tag

Ich bin die Tür

Friedhelm Geiß über Johannes 10,9.

Bibelvers

Jesus spricht: Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.

Johannes 10,9

Türen faszinieren mich. Wenn ich im Urlaub mit meiner Kamera auf Motivsuche unterwegs bin, dann bleibt mein Blick oft an schönen Haustüren hängen. Und wer schon einmal in Irland war, wird die farbenprächtigen Türen an den Reihenhäusern, an Pubs oder den Landhäusern nicht mehr vergessen. Zu einem Gottesdienst im Advent hatte ich schön gestaltete Türen in unserem Dorf fotografiert.

Geschlossene und offene, mit und ohne Menschen. Die Gespräche an den Türen waren mindestens so spannend, wie die Türen unterschiedlich waren. Diese Fototour war gleichzeitig eine Einladung am Sonntag den Schritt über die Schwelle der Kirchentür zu machen und beim Gottesdienst dabei zu sein. Schon deshalb, weil die eigene Haustür gezeigt wurde. Türen sind wie das Gesicht eines Hauses.

Einladend oder abstoßend. Offen oder verschlossen, Eines aber haben alle Türen gemeinsam. Nur mit dem passenden Schlüssel komme ich in das Haus oder den Raum dahinter. Egal, ob er kunstvoll geschmiedet ist, oder ob es „nur“ eine Codenummer ist. Passt der Schlüssel nicht, bleibt mir das Geheimnis dahinter verborgen. Und die Frage bleibt: Was versteckt sich dahinter? Welcher Raum eröffnet sich? Jede Tür könnte eine Einladung sein, Bekanntes zu verlassen und sich neue Räume zu erschließen.

In Johannes 10 Vers 9 nimmt Jesus Christus dieses Bild für sich auf und sagt: „Ich bin die Tür, wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.“Jesus lädt mit diesem Bild ein, den Raum der Güte und Gnade Gottes zu betreten. Durch sein Reden und Handeln hat Jesus viel von diesem Raum Gottes verdeutlicht.

In diesem Raum erfahre ich, was Leben eigentlich bedeutet. Überfließendes Leben, tief und sinnvoll, lohnend und voller Hoffnung.

Im Raum Gottes erfahre ich, wer ich bin! Ich komme dem Sinn meines Lebens auf die Spur.

Im Raum Gottes erfahre ich, wozu ich da bin. Ich entdecke die Berufung für mein Leben.

Im Raum Gottes erfahre ich den Reichtum Gottes in seinem Wort, der Heiligen Schrift. Sie ist für mich die beste Gebrauchsanweisung für mein Leben. Im Raum Gottes erfahre ich heilende Kräfte, ein Zuhause, Geborgenheit.

Im Raum Gottes erfahre ich Entlastung meines Gewissens, Vergebung meiner Schuld und Kraft zum Neubeginn.

Im Raum Gottes erfahre ich die Dimension der Ewigkeit. Mein Leben schnurrt nicht zusammen auf die 50-60-70-80 oder 90 Jahre, sondern stellt mich in einen viel größeren Raum.

In diesem Raum wird die gebrochene Beziehung zwischen mir und Gott wieder heil. Und der Schlüssel zu diesem Raum Gottes ist Jesus Christus. Allerdings – jede Tür trennt auch zwischen Draußen und Drinnen. Ohne den Schritt über die Schwelle, bleibt mir der Raum dahinter verborgen. Ohne Bild: Ohne Jesus wird mir Gott mit all seinen Gaben der große Unbekannte bleiben. Und deshalb lädt Jesus ein:

„Durch mich kommt ihr in diese neue Wirklichkeit und findet, was ihr zum Leben, Sterben und für die Ewigkeit braucht.“ Die Tür zu öffnen und einzutreten in den neuen Raum nennt die Bibel glauben, vertrauen. Dies kann mit einem einfachen Gebet geschehen. Etwa so: „Jesus, ich vertraue dir. Jesus, ich vertraue mich dir an! Ich trete jetzt ein in den Raum der Gnade und Freiheit Gottes.“ Und dazu lade ich Sie heute herzlich ein.


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