/ Wort zum Tag

Gottes Heil lieben

Andreas Hannemann über Psalm 40,17

Bibelvers

Die dein Heil lieben, lass allewege sagen: Der HERR sei hoch gelobt!

Psalm 40,17

Sind sie heute zum Loben aufgelegt? Es gibt ja so Tage, da steigt man fröhlich aus dem Bett und hat ein Loblied auf den Lippen. Ich freue mich, wenn es ihnen heute so geht – prima!

Als David den 40. Psalm betete, hatte er Lust Gott zu loben. Und das war nicht ganz selbstverständlich. Denn es lagen schlimme Erfahrungen hinter David. Dennoch konnte er beten: Die dein Heil lieben, lass allewege sagen: Der HERR sei hoch gelobt!

Woher kam diese Freude? Fest steht, dass Davids Freude tief in Gott verwurzelt war.

Gott hatte David aus schlimmen Situationen heraus gerettet. In den Versen vor dem heutigen Losungswort betete David - ich lese Vers 3 nach der Übersetzung „Hoffnung für alle“:  Ich war in eine verzweifelte Lage geraten – wie jemand, der bis zum Hals in einer Grube voll Schlamm und Kot steckt!

David benutzte drastische Worte. Die Formulierungen sind so, dass einige von Ihnen vielleicht schmunzeln, andere verständnisvoll mit dem Kopf nicken… Ja, David, so fühle ich mich auch: In meinem Leben ist es auch gerade so, als würde ich bis zum Hals in Schlamm und Kot stecken. Die Konflikte auf der Arbeit, die Probleme in der Familie -  was auch immer. Es ist wie in einer Grube voll Schlamm und Kot. Wenn man aus der Grube herausgezogen wurde, dann mag einem das Lob Gottes leicht von den Lippen gehen, wie ist es aber, wenn man mitten drinsteckt, in dieser Grube voll Schlamm und Kot?

Ich möchte zwei Impulse dem heutigen Losungswort entnehmen, die zum Lob Gottes einladen sollen:

1) Gottes Heil lieben

David betete: Die dein Heil lieben, lass allewege sagen: Der HERR sei hoch gelobt!

„Die dein Heil lieben…“: Wie kann man Gottes Heil lieben? Gottes Heil begegnet uns in Jesus Christus. Er ist gestorben und auferstanden, um den Weg Gottes zu den Menschen frei zu machen.

In Jesus begegnet den Menschen Gottes Heil, Gottes liebevolle Zuwendung. Alles Gotteslob ist also in der Begegnung mit Jesus verankert. Jesus ist das Fundament!

Bevor ich krampfhaft versuche Gott zu loben, sollte ich in einem ersten Schritt mir bewusstmachen: Jesus ist meine Rettung. Er ist das gute Lebensfundament, das Gott mir für mein Leben schenkt. Alles Lob, alle Dankbarkeit beginnt damit, dass ich mir zusprechen lasse: Jesus will Dir dienen. Er ist Dein Heil!

2) Ein zweiter Impuls:

Die dein Heil lieben, lass allewege sagen: Der HERR sei hoch gelobt! – lass allewege sagen, das bedeutet: lass immer wieder rufen, lass ohne Unterlass rufen. Dranbleiben – nicht aufhören damit, Gott zu loben -darum geht es. Wie schnell opfere ich mein Lob und meine Dankbarkeit auf dem Altar meiner Gefühle und Empfindungen. Wenn mir nicht danach ist, dann lobe ich Gott eben nicht. Ich hocke in der Grube voller Dreck – warum sollte ich Gott dann noch loben?

Wie wäre es, wenn ich heute Gott loben würde, auch wenn mir gar nicht danach ist? Wie wäre es, wenn ich gegen meine Gefühle und Empfindungen Gott danken würde?

Mit jedem Dankgebet, das ich zu Jesus spreche, schaue ich immer ein Stückchen mehr aus der Grube heraus, in die ich geraten bin. Veränderung geschieht.


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