/ Wort zum Tag

Fragt nach den Wegen der Vorzeit

Burkhard Theis über Jeremia 6,16

Bibelvers

Fragt nach den Wegen der Vorzeit, welches der gute Weg sei, und wandelt darin, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele!

Jeremia 6,16

Fragt nach den Wegen der Vorzeit, welches der gute Weg sei, und wandelt darin, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele!

Jetzt bin ich aber beruhigt! Ja, das gibt mir jetzt Gewissheit! Wie gut, dass mir dieses Gespräch mit ihnen Sicherheit gibt!
Welcher Weg ist gut und richtig? Bei welcher Entscheidung kann ich mir einigermaßen sicher sein? Wie kann ich zu einer Entscheidung kommen?

Jeremia sagt: Fragt! Fragt danach: Wie war das denn bei Vätern und Müttern des Glaubens? Jakob traf in Absprache mit seiner Mutter eine üble Entscheidung, motiviert durch die Gier nach Reichtum und Einfluss. Egal wie, der Erstgeburtssegen musste her. Nach gelungenem Betrug dann die Flucht und Erfahrungen selbst benachteiligt und über den Tisch gezogen zu werden. Laban lässt grüßen. Manchmal machen wir genau die verletzende Erfahrung am eigenen Leib, mit der wir andere verletzt haben. Keine gute Entscheidung von Jakob. Kein guter Weg. Da musste Gott selbst das Herz des Zwillingbruders Esau verändern, damit es am Ende doch noch zu einem guten und gesegneten Miteinander der beiden kommen konnte. Wie gut, dass unsere manchmal selbstsüchtigen Entscheidungen vom Segen und Führen Gottes durchkreuzt werden und wir so vor weiteren negativen Folgen unserer Entscheidungen bewahrt bleiben. Jakobs Entscheidung – sie geschah abseits und isoliert vom Willen Gottes.

Der gute Weg aber ist der, den ich in Absprache mit Gott in den Blick nehme. Diese Aussage, Jakob würde sie voller Überzeugung weitergeben. Ja, fragt Gott. Im Sinne von Psalm 86. „ Weise mir Herr, deinen Weg. Dass ich wandle in deiner Wahrheit und erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte!“

Wenn ich so bitte und bete, lade ich Gott ein, mit mir den guten Weg zu finden und den dann auch zu gehen, damit meine Seele ruhig unterwegs sein kann.

Die beruhigte Seele braucht Geborgenheit. Darum lädt Jesus ein: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch Ruhe schaffen für eure Seele!“

Jesus will es und kann es!

Das will ich tun. Einmal bei den Müttern und Vätern nachfragen, die im Alten Testament in der Gemeinschaft mit Gott den guten Weg gefunden haben und gegangen sind.

Zum anderen will ich zu Jesus beten und ihn bitten: Herr, wohin soll ich gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens und ich weiß doch, dass du Gottes Sohn bist, mich liebst, und darum Gutes mit mir vorhast. Herr, ich möchte offen sein, für deinen Weg. Der ist der richtige und der wird meine Seele ruhig sein lassen. Vielleicht wird er nicht so gut sein für meinen Geldbeutel, oder meine Bequemlichkeit. Aber er wird der richtige und gute für meine Seele sein.

„Man muss nur bereit sein, Gottes Wege mitzugehen. Dann ist alles voller Ziele und Verheißungen!“ sagt ein anderer Vater des Glaubens aus dem letzten Jahrhundert: Helmut Thielicke.


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