/ Wort zum Tag

Der Herr ist treu

Eberhard Adam über 2. Thessalonicher 3,3

Auf einmal ist er da, der Gedanke der mich nicht mehr loslässt. Ich will ihn abschütteln, aber es geht nicht so einfach. Er kreist in mir, ja er wird zum wahren Teufelskreis. Ich weiß genau, er ist nicht gut. Ich weiß auch, er tut nicht gut, mir nicht und auch den andern nichtn die damit verbunden sind. Was kann ich jetzt tun? Wie mich verhalten? Soll ich mit jemanden darüber reden? Aber mit wem? Wem kann ich mich wirklich anvertrauen? Wer wird mich verstehen und mir keinen Strick daraus drehen?

Ich kenne einen, von dem weiß ich, „er kennt meine Gedanken von ferne“. Ihm kann ich mich anvertrauen, er wird mich verstehen und nicht verurteilen, denn er liebt mich, obwohl er mich kennt. Ihm kann ich auch meine schlimmen Gedanken zumuten. Er geht daran nicht kaputt. Noch bin ich aber dazu nicht bereit. Noch hat der böse Gedanke auch etwas Faszinierendes. Noch nehme ich nicht die Ausfahrt aus dem Teufelskreis. Aber ich weiß, so kann es nicht ewig weitergehen. Das Böse wird in mir stärker werden und ich werde nicht dagegen ankommen.

Ich erinnere mich daran, dass der Apostel Paulus den Christen in Thessaloniki geschrieben hat: „Der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen.“

Hier spricht Paulus von der Ausfahrt aus dem Teufelskreis. Jesus, der Herr, ist es. Er, der in seiner Treue zu mir steht. Ich muss allerdings auch bereit sein, mich von der Faszination des bösen Gedankens zu trennen. Ich muss wirklich und ehrlich die Hilfe Jesu auch wollen, dann wird er mich stärken und bewahren vor dem Bösen. Manchmal hilft es dann doch, sich auch einem Menschen anzuvertrauen, einem Menschen der um seine eigene Bedürftigkeit weiß. Einem Menschen, der auch aus der Barmherzigkeit Gottes lebt. Gemeinsam kann man dann die bösen Gedanken zu Jesus bringen und erfahren, er hilft wirklich.

Ich muss allerdings nicht erst warten, bis ich in einen solchen Teufelskreis gerate. „Vorbeugen ist besser als heilen“, so ein Werbespruch der Krankenkassen. Wir dürfen ihn auch auf unser Leben als Christen anwenden. Jesus will uns ja vor dem Bösen bewahren. Ich muss also nicht erst im Bösen gefangen sein, um die Hilfe und Treue Jesu zu erfahren. Besser ist es, sich ihm Tag für Tag neu anzuvertrauen und um seine Kraft und Bewahrung zu bitten. Es ist Jesus ein Herzensanliegen, uns vor dem Bösen zu bewahren. Deshalb hat er uns ja auch beten gelehrt: „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.“ Ja, das ist das Ziel ganz und gar vom Bösen erlöst zu werden.

Auf die Treue Gottes kann ich mich verlassen. Das ist gut zu wissen. Damit will ich täglich meine Erfahrungen machen. In meinem persönlichen Reden mit Gott, aber auch in der Gemeinschaft mit anderen Christen. Gottes Treue begegnet mir gerade oft dort, wo ich mich mit anderen darüber austausche. Wo einer dem andern davon erzählt, wie er die Treue Gottes in seinem Leben erfahren hat.

Wir dürfen es also ganz persönlich für uns hören, was Paulus den Christen in Teesaloniki geschrieben hat: „Der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen.“


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